Hilfe verteidigen, kritisieren und überwinden

Für medico international ist Hilfe Teil eines umfassenden solidarischen und politischen Handelns. Unser Bemühen, emanzipatorische Prozesse zu unterstützen, schließt das Bewusstsein um die ambivalenten Folgen von Hilfe ein. Die Schattenseiten der Entwicklungshilfe versuchen wir selbstkritisch zu reflektieren und immer wieder öffentlich zur Debatte zu stellen.

Welche Formen der Solidarität, der Kooperation und der Unterstützung können in einer globalisierten Welt nachhaltige Veränderungen bewirken? Wie lässt sich verhindern, dass die Idee globaler Verantwortung zur Legitimation machtpolitisch motivierter Interventionen verkommt? Was ist erforderlich, um die Universalität der Menschenrechte nicht einfach nur zu konstatieren, sondern für alle zu verwirklichen? Wie müssen die Praxis und die Institutionen der Hilfe verändert werden? Was liegt jenseits der Hilfe: Beyond Aid?

Kampagne

Licht an für Rojava

medico unterstützt die Kampagne "Solardarity – Neue Energie für Rojava". Weiterlesen

Kommentar

Hilfe, die Hilfe

Die trügerische Hoffnung auf Zivilgesellschaft und die Hilfe als Ersatz für Politik. Von Katja Maurer. Weiterlesen

Ostafrika

Im selben Sturm, aber nicht im selben Boot

Ein Reisebericht von vergessenen Orten und Menschen in Kenia und Mosambik. Von Radwa Khaled-Ibrahim. Weiterlesen

Feminismus

Mut zur Komplexität

Von der (Un-)Möglichkeit einer feministischen Entwicklungszusammenarbeit. Von Radwa Khaled-Ibrahim. Weiterlesen

Welttag der humanitären Hilfe

„Wir möchten nicht über die Krise definiert werden“

Verteilung von Hilfsgütern an Binnenflüchtlinge im Nordirak

Vom Katastrophenpatriarchat und der feministischen Rekonstruktion der Hilfe: Gespräche mit zwei medico-Partnerinnen in Syrien und Indonesien. Von Radwa Khaled-Ibrahim. Weiterlesen

Ägypten

Geopolitik mit humanitärem Anstrich

Ägypten leistet humanitäre Hilfe in den besetzten palästinensischen Gebieten. Welche Ambitionen stecken hinter der Hilfe? Von Wassifa Abu Sweilam*. Weiterlesen

Haiti, zehn Jahre danach

Kontraproduktive Wirkungen

Nach dem verheerenden Erdbeben wurde Haiti von einer internationalen Hilfswelle überrollt. Beobachtungen zu den Wirkungen einer „betriebswirtschaftlichen“ Hilfe. Von Katja Maurer. Weiterlesen

Partnerschaft auf Augenhöhe

Gemeinsam reflektieren statt einseitig evaluieren

In einem außergewöhnlichen Prozess haben medico und die Partnerorganisation „Network of Ex-Asylum Seekers“ in Sierra Leone ihre Kooperation reflektiert. Weiterlesen

Effektiver Altruismus

Solche Hilfe verstetigt das Elend

Thomas Geauer

Thomas Gebauer, Sprecher der stiftung medico international, hält nicht viel vom Hilfskonzept der Effektiven Altruisten. Warum? Weiterlesen

Intro

Von den Enden der Welt

Berichte aus den unsichtbaren Zonen – Einführung in eine neue medico-Reihe. Von Katja Maurer Weiterlesen

Kommentar

Impact Investing

Effektive Wohltätigkeit: Revolution des Gebens oder Entpolitisierung der Hilfe. Von Thomas Gebauer Weiterlesen

Beyond Aid

Zehn Thesen für eine andere Hilfe

Die Welt leidet nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe nötig machen. Weiterlesen

Debatte über Entwicklungshilfe

Planetarische Solidarität

Ist eine dekolonisierte Entwicklungshilfe möglich? Rückblick auf die Veranstaltungsreihe Decolonizing Aid Weiterlesen

Entwicklungshilfe

Ein Meilenstein?

Die lang erwarteten Leitlinien der Bundesregierung zur feministischen Entwicklungszusammenarbeit sind veröffentlicht. Können sie halten, was sie versprechen? Von Radwa Khaled-Ibrahim. Weiterlesen

Haiti

Fernverwaltung einer No-go-Zone

Haiti steht paradigmatisch für das Scheitern globaler Governance unter westlicher Hegemonie. Von Katja Maurer. Weiterlesen

Humanitäre Krise in der Ukraine

Ist Hilfe die Lösung?

Hilfe muss gerade in diesen Zeiten nicht nur das Nötigste tun, sondern auch reflektieren, wie sie wirkt und welche Konsequenzen sie hat. Von Katja Maurer. Weiterlesen

AfD und Erasmus-Stiftung

Rechte Entwicklung

Nach der Bundestagswahl wird die rechte Erasmus-Stiftung voraussichtlich ein Millionenbudget erhalten. Was zu erwarten ist und was uns das angeht. Weiterlesen

Mosambik

Zyklone, Dürren, Überschwemmungen

Ein Jahr nach den verheerenden Wirbelstürmen kämpft Südostafrika weiterhin mit den Folgen. In Mosambik setzen sich die medico-Partner u.a. für bäuerliche Selbstbestimmung ein. Ein Interview mit Anne Hamdorf. Weiterlesen

Erdbeben in Haiti

Hilfe verteidigen, kritisieren, überwinden

Vor zehn Jahren fand in Haiti der größte humanitäre Hilfseinsatz der Geschichte statt. Er hat das Land weiter ruiniert. Von Katja Maurer Weiterlesen

Kommentar

Utopie des Helfens

Warum Solidarität eine Voraussetzung für Demokratie ist. Von Thomas Gebauer Weiterlesen

Haiti

Waterloo des NGO-Systems

Interview mit dem US-Anthropologen Mark Schuller über die Folgen des humanitären Einsatzes nach dem Erdbeben 2010. Weiterlesen

Debatte

Linke Trauerarbeit

Über die (Un-)Möglichkeit von Solidarität in post-emanzipatorischen Zeiten. Weiterlesen

Wege aus der globalen Krise

Hilfe? Hilfe!

Das Buch von Thomas Gebauer und Ilija Trojanow widmet sich in Essays und Reportagen ausführlich der Krise der Hilfe. Weiterlesen

Paradigmenwechsel

11 Thesen zu den neuen Herausforderungen an die humanitäre Hilfe

Das Elend der Welt hat längst ein Ausmaß angenommen, das durch Hilfe nicht mehr gemildert werden kann. Die ungebremste Krisendynamik der letzten Jahre hat das internationale humanitäre System gesprengt. Weiterlesen

Kampagne

Licht an für Rojava

medico unterstützt die Kampagne "Solardarity – Neue Energie für Rojava". Weiterlesen

Debatte über Entwicklungshilfe

Planetarische Solidarität

Ist eine dekolonisierte Entwicklungshilfe möglich? Rückblick auf die Veranstaltungsreihe Decolonizing Aid Weiterlesen

Kommentar

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Kontraproduktive Wirkungen

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Effektiver Altruismus

Solche Hilfe verstetigt das Elend

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Waterloo des NGO-Systems

Interview mit dem US-Anthropologen Mark Schuller über die Folgen des humanitären Einsatzes nach dem Erdbeben 2010. Weiterlesen

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Von den Enden der Welt

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Debatte

Linke Trauerarbeit

Über die (Un-)Möglichkeit von Solidarität in post-emanzipatorischen Zeiten. Weiterlesen

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Effektive Wohltätigkeit: Revolution des Gebens oder Entpolitisierung der Hilfe. Von Thomas Gebauer Weiterlesen

Wege aus der globalen Krise

Hilfe? Hilfe!

Das Buch von Thomas Gebauer und Ilija Trojanow widmet sich in Essays und Reportagen ausführlich der Krise der Hilfe. Weiterlesen

Beyond Aid

Zehn Thesen für eine andere Hilfe

Die Welt leidet nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe nötig machen. Weiterlesen

Paradigmenwechsel

11 Thesen zu den neuen Herausforderungen an die humanitäre Hilfe

Das Elend der Welt hat längst ein Ausmaß angenommen, das durch Hilfe nicht mehr gemildert werden kann. Die ungebremste Krisendynamik der letzten Jahre hat das internationale humanitäre System gesprengt. Weiterlesen

Kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklungshilfe

Der somalische Schriftsteller Nuruddin Farah geißelt bereits 2003 auf der medico-Konferenz: »Macht und Ohnmacht der Hilfe« eine »Hilfe«, die nicht mehr Notlagen und Abhängig­keiten dauerhaft beiseitigen will, sondern sich selbst zum Zweck geworden ist.

»Sie kommen nicht, um Gutes zu tun, sondern um sich gut zu fühlen (…). Als Spezies sind die Männer und Frauen im Hilfe-Business Touristen, ­unterwegs in der elenden Wirklichkeit anderer Menschen. Sie schweben ein und sehen aus wie Schulmädchen und –jungen, fahren in ihren Geländefahrzeugen durch die Gegend, sind herablassend und machen sich furchtbar wichtig. Als Touristen sind ihnen die Sitten der Völker vor Ort nicht bekannt, und sie verhalten sich anderen Kulturen gegenüber schlichtweg beleidigend.«

»Dass Afrika bis jetzt überhaupt überlebt hat, spricht für seine Widerstandskraft. Wenn wir heute erreichen wollen, dass die Völker Afrikas zu gleichberechtigten Partnern werden, dann muss die Welt Kriege, Hungersnöte und undemokratische Gewaltherrscher mit Entschlossenheit ­bekämpfen, Waffengeschäfte vereiteln, die »Voyeure« verjagen, die als Touristen zu Katastrophenorten reisen; und bitte keine Nahrungs­mittelgeschenke mehr.

Lieber sollte die Welt die Landwirtschaftssubventionen aufheben, die sie als Schutz eingerichtet hat, um unseren Produkten den Zugang zu ihren Märkten zu versperren; und bitte keine Handelsembargos mehr. Nur so können wir unser Leben neu gestalten, unserer eigenen Probleme habhaft werden, unsere eigenen Lösungen entwickeln und den Gewinn behalten.«

Die vielen klugen und kritischen Stimmen unserer Partner in den hiesigen Debatten über Entwicklungshilfe hörbar zu machen, auch das ist eine wichtige Aufgabe von medico international.