Wider die Straflosigkeit

Unsere Kooperationen in Guatemala

Der jahrzehntelange Krieg der Militärdiktatur gegen die eigene Bevölkerung hat in Guatemala nicht nur zu einem Genozid an der indigenen Bevölkerung geführt – auch nach dem Friedensabkommen wurde die Benachteiligung vieler ländlicher, indigener Gemeinden zementiert. Der anhaltende psychosoziale Bearbeitungsprozess der Überlebenden von Folter und sexualisierter Gewalt wird vom Equipo de Estudios Comunitarios y Accion Psicosocial (ECAP) begleitet und hat in vielen Gerichtsverfahren gegen die Täter zur Verurteilung beigetragen.

Die Aktivist:innen von Festivales Solidarios bauen mit Akrobatik und Musik Brücken in indigene Gemeinden, die sie in ihrem Widerstand gegen staatliche Gewalt und ihrem Kampf um Territorium und Erhalt der Natur unterstützen. Auf der juristischen Ebene streitet das Bufete Jurídico de Derechos Humanos in strategischen Prozessen gegen die endemische Straflosigkeit und für die Demokratisierung des Landes. Das unabhängige Nachrichtenportal Prensa Comunitaria berichtet über die Organisierungs- und Widerstandsprozesse von unten.

Verschwindenlassen

Wo kein Körper, da kein Richter

Erinnerung an die Opfer der Pinochet-Diktatur im Museum der Erinnerung und Menschenrechte, Santiago de Chile, 09.04.2026

Das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen hat in Lateinamerika eine grausame Kontinuität. Von Timo Dorsch

Guatemala

Anerkennung der historischen Wahrheit

medico-Partnerorganisation ECAP leistet psychosoziale Hilfe für Überlebende von Massakern, Folter und sexualisierter Gewalt in Guatemala.

Guatemala

Anders kämpfen

Lucía Ixchiu, Festivales Solidarios

Widerstand gegen staatliche Gewalt, Aufrechterhalten der Erinnerung an den Genozid der 1980er-Jahre, Kampf um Territorium und Erhalt der Natur: Darum geht es Lucía Ixchiu und dem Kollektiv „Festivales Solidarios“.

Guatemala

Journalismus von unten

Prensa Comunitaria berichtet in Guatemala, was in anderen Medien keinen Platz findet.

Verschwindenlassen

Wo kein Körper, da kein Richter

Erinnerung an die Opfer der Pinochet-Diktatur im Museum der Erinnerung und Menschenrechte, Santiago de Chile, 09.04.2026

Das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen hat in Lateinamerika eine grausame Kontinuität. Von Timo Dorsch

Guatemala

Anders kämpfen

Lucía Ixchiu, Festivales Solidarios

Widerstand gegen staatliche Gewalt, Aufrechterhalten der Erinnerung an den Genozid der 1980er-Jahre, Kampf um Territorium und Erhalt der Natur: Darum geht es Lucía Ixchiu und dem Kollektiv „Festivales Solidarios“.

Guatemala

Anerkennung der historischen Wahrheit

medico-Partnerorganisation ECAP leistet psychosoziale Hilfe für Überlebende von Massakern, Folter und sexualisierter Gewalt in Guatemala.

Guatemala

Journalismus von unten

Prensa Comunitaria berichtet in Guatemala, was in anderen Medien keinen Platz findet.

Projekte – Projektionen

Alle Beiträge zu Guatemala

20.07.2014 Seminar
Das Recht der Schwächeren

Ob Menschenrechtsverbrechen aufgeklärt und juristisch verfolgt werden, ist weniger Frage der Beweislage, als eine Frage der Macht. Ein Halbtagesseminar in Kooperation mit dem ECCHR am 23. September 2014 in Berlin.

13.07.2014 15 Frauen klagen
Anonymas aus Guatemala

Zum ersten Mal wagen 15 guatemaltekische Frauen eine Klage gegen Militärs wegen jahrelangem sexuellen Missbrauch. Der Fall Sepur Zarca.

20.05.2014 Interview
Das Urteil ist die Anerkennung ihres Leidens

Im Mai 2013 wurde Guatemalas ehemaliger Diktator Ríos Montt wegen Völkermords und Kriegsverbrechen verurteilt. Zehn Tage später wird das Urteil aufgehoben.

29.04.2014 Gegen unabhängige Justiz
Der Fall Yassmin Barrios

Die guatemaltekische Richterin Yassmin Barrios hatte es 2013 gewagt, den ehemaligen Diktator des Landes wegen Völkermordes zu verurteilen. Jetzt wurde sie für ein Jahr vom Dienst suspendiert.

10.02.2014 Aufarbeitung der Diktatur
Anreden gegen die Angst

medico-Partner ECAP widmet sich seit seiner Gründung 1996 der psychosozialen Arbeit im Rahmen der Aufarbeitung der Diktatur.

17.05.2013 Prozess gegen Ex-Diktator
Völkermord vor Gericht

Am 10. Mai 2013 wurde Guatemalas ehemaliger Diktator Ríos Montt des Völkermordes schuldig gesprochen. Nur 10 Tage später kassierte das Verfassungsgericht dieses historische Urteil wieder.

14.05.2013 Nach der Verurteilung
"In Guatemala wird der Widerstand gegen das Urteil noch enorm sein."

Im Prozess gegen Guatemalas ehemaligen Diktator Ríos Montt vertrat Michael Mörth vom medico-Partner Bufete de Derechos Humanos die Nebenklage. Nach der Urteilsverkündung ist er aus Sicherheitsgründen zunächst untergetaucht. medico sprach mit ihm über die Bedeutung des Schuldspruchs.

21.03.2013 Ein historischer Prozess

Zum ersten Mal könnte mit Rios Montt ein ehemaliger Diktator im eigenen Land verurteilt werden – ein Erfolg der Menschenrechtsaktivisten

04.02.2013 Interview
Ende der Straflosigkeit in Guatemala?

Interview mit dem Menschenrechtsanwalt des medico-Partners Bufete de Derechos Humanos, Michael Mörth.

04.06.2012 Vom Bürgerkrieg zum Drogenkrieg
Tradierte Gewalt und Rassismus im Fokus

Seit der jahrzehntelange Bürgerkrieg in Guatemala 1996 mit einem Friedensabkommen zu Ende ging, führen die Opfer der staatlichen Gewalt einen langwierigen Kampf um Gerechtigkeit und Aufklärung.