Eine Klinik für alle im mexikanischen Regenwald
Gesundheit ist ein Menschenrecht – das für viele nicht gilt. Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas werden indigene Gemeinden systematisch von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Auch deshalb rebelliert dort seit 1994 die zapatistische Bewegung. Ein gutes Leben, Würde und Gerechtigkeit bekommen sie nicht geschenkt, sondern müssen müssen sie erkämpfen.
Nun haben die zapatistischen Gemeinden mitten im Regenwald mit dem Bau einer eigenen Klinik begonnen: Gynäkologie, Labor, zahnärztliche Versorgung – selbstverwaltet und offen für alle. Mit Unterstützung solidarischer Initiativen, auch von medico international, verteidigen sie das Recht auf Gesundheit dort, wo der Staat versagt.
Während uns angesichts der Lage der Welt vielerorts Ohnmacht und Lähmung begegnen, birgt die zapatistische Autonomie mehr als abstrakte Hoffnung. Unterstütze die gesundheitliche Selbstbestimmung in Chiapas. Erfahre mehr

Deine Spende hilft beim Bau einer Klinik für alle im mexikanischen Regenwald. Mach‘ mit!
Chiapas, Zapatistas, Gesundheit
Interviews und Hintergrund
Frequently Asked Questions
Im von Armut und Rassismus geprägten Süden Mexikos spiegeln sich die prekären Lebensbedingungen auch in der staatlichen Gesundheitsversorgung wider: Mangel an Fachärzt:innen, lange Wartezeiten auf Arzttermine, unzureichende Medikamentenversorgung, veraltete Infrastruktur und fehlende Kliniken in den ländlichen Gebieten von Chiapas. medico-Partner:innen berichten von schwersten, mitunter tödlichen Behandlungsfehlern auch bei leichten Erkrankungen.
Aufgrund von Sprachbarrieren im mehrheitlich indigen geprägten Chiapas können Erkrankungen häufig nicht richtig diagnostiziert werden. Insbesondere bei Komplikationen während Geburt und Schwangerschaften führt dies zu einer erhöhten Mütter- und Kindessterblichkeit. Die mangelhafte Versorgung schließt viele, insbesondere die Menschen aus abgelegenen indigenen Gemeinden, systematisch aus.
Mit einem eigenen Gesundheitssystem, das weitgehend unabhängig vom Staat agiert, versucht die zapatistische Bewegung seit über 30 Jahren diese Lücke zu schließen. In den Gesundheitszentren der Zapatistas erhalten diejenigen eine gesundheitliche Grundversorgung, die keinen Zugang zu staatlichen Einrichtungen haben.
Mit dem Bau der Klinik erfolgt ein nächster Schritt: Im Unterschied zu den bereits bestehenden Gesundheitszentren, wo Gesundheitspromotor:innen eine Basisversorgung leisten, sollen hier regelmäßig auch kompliziertere Eingriffe möglich sein.
Die Klinik soll die Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Chiapas verbessern, die aus rassistischen oder anderen Gründen keinen Zugang zum staatlichen Gesundheitssystem haben. Weil das nicht nur die Bewohner:innen der zapatistischen Gemeinden sind, wird die Klinik offen für alle Menschen in der Region sein – unabhängig davon, ob sie Teil der zapatistischen Bewegung sind oder nicht. Diese Offenheit entspricht auch dem zapatistischen Verständnis von Gemeineigentum und steht damit auch stellvertretend für den Gesellschaftsentwurf der Zapatistas.
Mit den Spenden, die unter dem Stichwort “Klinik für alle" eingehen, unterstützen wir den Bau und die Ausstattung der Klinik im Regenwald – einschließlich medizinischer Geräte und Medikamente. Außerdem wird mithilfe der Spenden die Ausbildung von Gesundheitspromotor:innen und Pflegepersonal in den Bereichen Allgemeinmedizin, Sexual- und reproduktive Gesundheit, Zahngesundheit, Labor sowie traditionelle Heilkunde ermöglicht.
Jede Spende hilft dabei, den Bau der Klinik zu verwirklichen. Wir halten dich über den Fortschritt auf dem Laufenden.
Mit einer Spende unter dem Stichwort "Klinik für alle" kannst du den Ausbau des zapatistischen Gesundheitssystems unterstützen – jeder Beitrag zählt und ermöglicht einen schnellen Bau der Klinik im mexikanischen Regenwald.
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