Die Welt zerbricht. Im Nahen Osten ist das derzeit keine Metapher. Nach den US-amerikanisch-israelischen Angriffen und den Gegenschlägen des iranischen Regimes und der Ausweitung auf die ganze Region sind die internationalen Hilfsstrukturen der UN für die zivile Bevölkerung erheblich eingeschränkt. Das Recht auf Hilfe wird durch das Recht des Stärkeren ersetzt. Völkerrecht wird unverhohlen gebrochen, um eigene Interessen durchzusetzen.
Im Libanon sind über eine Million Menschen im Ausnahmezustand auf der Flucht vor den israelischen Bomben. Notunterkünfte sind überfüllt, Gesundheitseinrichtungen zerstört und das Gesundheitspersonal Angriffen ausgesetzt. Die medico-Partner leisten rund um die Uhr Nothilfe in dieser humanitären Katastrophe. Die Bedarfe werden jeden Tag größer. medico unterstützt die Hilfe mit Spendengeldern.
Auch in Gaza und der Westbank verschärft sich die Situation: Die Siedlergewalt nimmt dramatisch zu, Zugänge für Hilfslieferungen nach Gaza sind versperrt, die Lage der Menschen dort vergessen. Obwohl die medico-Partner:innen unter großem Druck stehen, machen sie weiter. Trotz alledem.
Auch im Iran, in Israel, Syrien und den kurdischen Gebieten, stehen wir in engem Austausch mit unseren Partnerorganisationen über das, was noch kommen mag und weichen nicht von ihrer Seite. Es ist das, was wir tun können.
Mit einer Spende für „Nothilfe Nahost“ unterstützen Sie überall dort, wo die Not aufgrund des Krieges jeden Tag größer wird. Ein schwacher Trost. Aber Solidarität hängt nicht davon ab, ob sie die Welt rettet, sondern davon, ob wir bereit sind, sie zu zeigen.
Wir bitten um Spenden unter dem

Im Libanon betreibt der langjährige medico-Partner Amel im ganzen Land Gesundheitszentren, sowie sechs mobile Kliniken. Angesichts der jüngsten Eskalation versorgen die Mitarbeiter:innen Vertriebene aus dem Süden des Landes in Schulen und anderen Notunterkünften. Die palästinensische Partnerorganisation Nashet organisiert aktuell die Versorgung für die aus dem Süden des Landes fliehende Bevölkerung mit Essenspaketen und Hygieneartikeln. Sie organisieren psychosoziale Unterstützung, besonders für Familien und Kinder.
Im Iran fördert medico ein aktivistisches Netzwerk, das Verletzte der Protestbewegung und Familien von Inhaftierten unterstützt: Behandlungskosten, Prothesen, Fahrtkosten und dort, wo die Verhafteten die einzigen Verdiener waren, in Teilen den Lebensunterhalt. Aufgrund des Krieges können sie ihre Aktivitäten zur Zeit nicht fortführen.

In Israel begeben sich die medico-Partner:innen mehrmals am Tag in die Shelter in Tel Aviv, Jerusalem oder Haifa. Ihre Arbeit ist den Umständen angepasst. In Gaza und der Westbank sind seit dem Beginn des Krieges Zufahrtswege beschränkt, Checkpoints und Grenzübergänge geschlossen, Palästinenser:innen können ihre Städte nicht verlassen. Hilfsgüter und andere Waren werden nicht nach Gaza hineingelassen, es gibt bereits erneute Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Die medico-Partner:innen kennen diese Notlage nur zur gut und leisten weiter Hilfe.
Auch mit unseren Partner:innen in Syrien, Irak und den kurdischen Regionen sprechen wir gerade täglich. Wir tauschen Einschätzungen aus und teilen die Besorgnis, über das was noch kommen mag.





