Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Nahost

Die Einsamkeit der israelischen Linken

Über die Arbeit der medico-Partnerorganisation "Physicians for Human Rights – Israel" in Zeiten völlig enthemmter Gewalt. Von Katja Maurer

Gaza-Krieg

Die Gesetzlosen

Proteste in Israel gegen Wiederaufnahme des Gaza-Krieges

Was die Wiederaufnahme der israelischen Angriffe in Gaza mit Netanjahus Machterhalt zu tun hat. Von Riad Othman

Gaza-Krieg

Die Kosten von Untätigkeit und Straflosigkeit

Führende Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen bemängeln die fehlende Umsetzung der vom Internationalen Gerichtshofs angeordneten Maßnahmen zum Schutz der Palästinenser:innen vor einem Genozid.

Waffenstillstand

Gelegenheit für eine gemeinsame Zukunft

Ein Beitrag von der medico-Partnerorganisation Public Committee Against Torture in Israel (PCATI). Von Tal Steiner und Birte Brodkorb

Israel/Palästina

Das Töten von Ikonen

Am 24. März 2025 tötete die israelische Armee im Gazastreifen gezielt zwei Journalisten. Dabei geht es um mehr, als bloß zu verhindern, dass über Gaza berichtet wird. Von Riad Othman

Israel

Beweise für Folter und Missbrauch

medico-Partner Physicians for Human Rights Israel prangert Haftbedingungen medizinischen Personals aus Gaza in Israel an.

Gaza

Die Genozid-Frage

Seit Anordnung der Maßnahmen des Internationalen Gerichtshofs zum Schutz der Palästinenser:innen vor Genozid hat Israel die bereits unerträgliche Situation weiter dramatisch verschlimmert.

Gesundheit in Gaza

Nichts ist überstanden

Die Gesundheitsversorgung in Gaza ist weitgehend zerstört. Warum ihr Wiederaufbau keine rein humanitäre Frage ist. Von Felix Litschauer

Nahost

Die Einsamkeit der israelischen Linken

Über die Arbeit der medico-Partnerorganisation "Physicians for Human Rights – Israel" in Zeiten völlig enthemmter Gewalt. Von Katja Maurer

Israel/Palästina

Das Töten von Ikonen

Am 24. März 2025 tötete die israelische Armee im Gazastreifen gezielt zwei Journalisten. Dabei geht es um mehr, als bloß zu verhindern, dass über Gaza berichtet wird. Von Riad Othman

Gaza-Krieg

Die Gesetzlosen

Proteste in Israel gegen Wiederaufnahme des Gaza-Krieges

Was die Wiederaufnahme der israelischen Angriffe in Gaza mit Netanjahus Machterhalt zu tun hat. Von Riad Othman

Israel

Beweise für Folter und Missbrauch

medico-Partner Physicians for Human Rights Israel prangert Haftbedingungen medizinischen Personals aus Gaza in Israel an.

Gaza-Krieg

Die Kosten von Untätigkeit und Straflosigkeit

Führende Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen bemängeln die fehlende Umsetzung der vom Internationalen Gerichtshofs angeordneten Maßnahmen zum Schutz der Palästinenser:innen vor einem Genozid.

Gaza

Die Genozid-Frage

Seit Anordnung der Maßnahmen des Internationalen Gerichtshofs zum Schutz der Palästinenser:innen vor Genozid hat Israel die bereits unerträgliche Situation weiter dramatisch verschlimmert.

Waffenstillstand

Gelegenheit für eine gemeinsame Zukunft

Ein Beitrag von der medico-Partnerorganisation Public Committee Against Torture in Israel (PCATI). Von Tal Steiner und Birte Brodkorb

Gesundheit in Gaza

Nichts ist überstanden

Die Gesundheitsversorgung in Gaza ist weitgehend zerstört. Warum ihr Wiederaufbau keine rein humanitäre Frage ist. Von Felix Litschauer

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.