Dossier

Resilienz

Fast scheint es, als wäre ein Allheilmittel gefunden gegen all die Krisen, Konflikte und Probleme, denen Menschen in der heutigen Welt ausgesetzt sind. Aber was ist Resilienz?

Bei genauer Betrachtung scheint die Idee der Resilienz auch Teil jener neoliberalen Hegemonie zu sein, zu deren Wesen es eben auch zählt, gesellschaftliche Verantwortung in die Sphäre des Privaten abzudrängen.

Demonstration von Haifun-Opfern aucf den Philippinen. (Foto: medico)
Ressourcen

Resilienz in der Pädagogik

Das resiliente Kind – ein Stehaufmännchen! Kann man sich ein grusligeres Erziehungsziel vorstellen: unberührbar und unerschütterlich zu sein, komme was da wolle? Weiterlesen

Psychosoziales

Vom Trauma zur Resilienz

Für das Leiden der Menschen werden immer weniger die sozialen Verhältnisse verantwortlich gemacht, sondern die Menschen selbst. Weiterlesen

Resilienz

Im Regen stehen gelassen

Ende der Nachhaltigkeit: Mit dem Resilienzkonzept wird Hilfe zum reinen Krisenmanagement. Weiterlesen

Fit für die Katastrophe

Resilienz statt Nachhaltiger Entwicklung

Das Konzept der „Nachhaltigen Entwicklung“ hatte immerhin noch den Anspruch, die Welt aktiv politisch zu gestalten. Der Begriff der Resilienz nicht. Weiterlesen

Dokumentation

Fit für die Katastrophe?

Widerstand und Anpassung: Das Stiftungssymposium 2015 setzte sich kritisch mit Resilienz auseinander und entwickelt Vorschläge für andere Konzepte. Weiterlesen

Beharrung und Innovation

Resilienz und Protestkultur

Die Protestforschung könnte mit Resilienz als Analysekategorie zu einer erneuten Politisierung sozialer Probleme und Ungleichheiten verhelfen. Weiterlesen

Stärkung des Westens

Die Politik der Resilienz

Vortrag von José Brunner, Tel Aviv: "Die Politik der Resilienz – Die psychische Stärkung des Westens nach 9/11". Weiterlesen

Political Imagination

Resisting Resilience

Resilience is nothing if not an apprehension of the future imagined as disaster/attack. Resilience thereby comes to be a fundamental mechanism for policing the political imagination. Weiterlesen

Kontext: Psychosoziale Arbeit

15.02.2017 Fluchtursachen und Überlebenskämpfe

Usche Merk über traumatische Zeiten zwischen Reichtum und Flucht, zwischen Abwehr und Solidarität weltweit.

12.12.2016 Im Regen stehen gelassen

Ende der Nachhaltigkeit: Mit dem Resilienzkonzept wird Hilfe zum reinen Krisenmanagement.

20.06.2016 Breaking the Walls of Trauma Counselling

Eine kritische Analyse von vorherrschenden Traumakonzepten im Kontext städtischer Lebensrealitäten in Johannesburg

01.12.2015 Die "Djihadisten" aus westlichen Ländern

Der Soziologe Helmut Dahmer über Hintergründe und Attraktivität des Djihadismus für marginalisierte muslimische Jugendliche in Westeuropa.

31.03.2015 Vom Trauma zur Resilienz

Für das Leiden der Menschen werden immer weniger die sozialen Verhältnisse verantwortlich gemacht, sondern die Menschen selbst.


Resilienz macht es möglich, dass sich der herrschende Zerstörungsprozess noch in Zeiten größter Gefahr und Not als „Business as usual“ fortsetzen kann. Resilienz, wie sie heute in Pädagogik, Psychotherapie, in Entwicklungs- und Sicherheitspolitik oder in der humanitären Hilfe definiert und angewandt wird, stabilisiert genau jene Verhältnisse, an deren prekärem Zustand sich das Bedürfnis nach Resilienz entzündet.

Es ist ein höchst eigentümlicher Widerstandsbegriff, der in dieser Definition von Resilienz aufscheint – einer, den sich die herrschenden Verhältnisse zunutze machen, um sich selbst abzusichern. Einem solchen Widerstandsbegriff sollten wir widerstehen.

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