Die Verletzlichkeit verteidigen

Unser Projektschwerpunkt

Mit Empathie, Vertrauen und Respekt schaffen medico-Partnerorganisationen Räume, in denen Überlebende von Folter, Flucht oder sexualisierter Gewalt ihre Würde und Handlungsfähigkeit zurückgewinnen können. Die Projekte erkennen das Leid von Menschen mit massiven Gewalterfahrungen an und bleiben solidarisch – statt die Betroffenen nach kurzer individueller Förderung von "Resilienz" wieder sich selbst zu überlassen.

Resist Connect and Stand Up! Titelbild psychosoziales Manifest

Resist, Connect and Stand Up!

Ein Manifest für psychosoziale Arbeit in Zeiten des gesellschaftlichen Zusammenbruchs | A Manifesto for Psychosocial Support in Times of Collapse

Namibia

"Wir spüren die Schmerzen des Überlebens"

Szene aus dem Film »Shark Island« von Forensic Architecture und Forensis. Im Hintergrund der Verschlag, in dem gefangene Frauen vermutlich Haut und Fleisch von Schädeln enthaupteter Männer schaben mussten.

21.10.2026 | Der deutsche Völkermord in Namibia ist für Nachfahren der Opfer keine Vergangenheit – ohne Gerechtigkeit gibt es keine Heilung für das Trauma. Von Julia Manek

Ukraine

Ganz normale Menschen

Die Psychologin Svetlana Kakotkina arbeitet für die NGO Mirnoe Neboe.

25.06.2026 | Im Alltag des Krieges geht es nicht nur ums Überleben, sondern auch um die psychische Bewältigung des Erlebten. Das erfordert Räume, die nicht von den Paradigmen des Krieges kontaminiert sind. Und es braucht Menschen wie Svetlana Kakotkina. Von Mario Neumann

Psychosoziale Arbeit

Mentale Mobilmachung

Ein Jugendlicher häält ein Transparent: "Jugend braucht Perspektiven, keine Panzer"

15.09.2026 | Einblicke in die deutsche Aufrüstung von Körper und Geist. Von Julia Manek

Ukraine

Über den Tag hinaus

Ein Mädchen in einer Schlange von Menschen blickt in die Kamera.

31.05.2026 | Unterstützung für Vertriebene

Namibia

"Wir spüren die Schmerzen des Überlebens"

Szene aus dem Film »Shark Island« von Forensic Architecture und Forensis. Im Hintergrund der Verschlag, in dem gefangene Frauen vermutlich Haut und Fleisch von Schädeln enthaupteter Männer schaben mussten.

21.10.2026 | Der deutsche Völkermord in Namibia ist für Nachfahren der Opfer keine Vergangenheit – ohne Gerechtigkeit gibt es keine Heilung für das Trauma. Von Julia Manek

Psychosoziale Arbeit

Mentale Mobilmachung

Ein Jugendlicher häält ein Transparent: "Jugend braucht Perspektiven, keine Panzer"

15.09.2026 | Einblicke in die deutsche Aufrüstung von Körper und Geist. Von Julia Manek

Ukraine

Ganz normale Menschen

Die Psychologin Svetlana Kakotkina arbeitet für die NGO Mirnoe Neboe.

25.06.2026 | Im Alltag des Krieges geht es nicht nur ums Überleben, sondern auch um die psychische Bewältigung des Erlebten. Das erfordert Räume, die nicht von den Paradigmen des Krieges kontaminiert sind. Und es braucht Menschen wie Svetlana Kakotkina. Von Mario Neumann

Ukraine

Über den Tag hinaus

Ein Mädchen in einer Schlange von Menschen blickt in die Kamera.

31.05.2026 | Unterstützung für Vertriebene

Veranstaltungsreihen

Resist. Defend. Protect. Psychosoziale Arbeit in Zeiten von Rechtsverschiebung und Ohnmacht
BAfF & medico international

Resist. Defend. Protect.

Psychosoziale Arbeit in Zeiten von Rechtsverschiebung und Ohnmacht. Fachtagung vom 3. bis 5. Juni 2024 in Berlin

Dokumentation

Turbulente Psyche[n] – Affekte und Kämpfe in der Pandemie

Die Ringvorlesung erkundete globale Affektpolitiken und psychosoziale Kämpfe um Gesundheit und Gerechtigkeit. Nachlese aller Veranstaltungen in der Mediathek.

Dossiers

Nicht auszuhalten

In einer gestörten Welt bedeutet psychosoziale Arbeit, die krank machenden Weltverhältnisse nicht einfach auszuhalten. Theorie und Praxis unserer psychosozialen Kooperationen.

Resilienz

Fast scheint es, als wäre ein Allheilmittel gefunden gegen all die Krisen, denen Menschen in der heutigen Welt ausgesetzt sind.

Für eine Repolitisierung psychosozialer Arbeit

Die therapeutische und psychosoziale Arbeit gerät zunehmend unter den Druck von Standardisierung, Biologisierung und Effizienzdenken. Es bedarf einer anderen, emanzipatorischen Haltung und Praxis.

Psychische Gesundheit

Was ist schon gestört?

Diagnose und Therapie psychischer Krankheiten sind stark von einem rein biologischen Verständnis geprägt, das aus dem Norden in den globalen Süden exportiert worden ist. Das birgt die Gefahr, dass soziale Ursachen vernachlässigt werden.

Positionen zur psychosozialen Arbeit

Das Unbehagen in der Globalisierung

Die Verantwortung für soziale Ängste und psychische Erkrankungen wird zunehmend privatisiert. Dem Individuum bleibt die Verpflichtung zur Selbstoptimierung.

Psychische Gesundheit

Was ist schon gestört?

Diagnose und Therapie psychischer Krankheiten sind stark von einem rein biologischen Verständnis geprägt, das aus dem Norden in den globalen Süden exportiert worden ist. Das birgt die Gefahr, dass soziale Ursachen vernachlässigt werden.

Positionen zur psychosozialen Arbeit

Das Unbehagen in der Globalisierung

Die Verantwortung für soziale Ängste und psychische Erkrankungen wird zunehmend privatisiert. Dem Individuum bleibt die Verpflichtung zur Selbstoptimierung.

Projekte – Projektionen

Alle Beiträge zum Thema Psychosoziales

04.06.2013 Afghanistan
Theater der Unterdrückten

Die afghanische Menschenrechtsorganisation AHRDO bietet Kriegsopfern mit dem Theater der Unterdrückten ein Forum, um die eigene Geschichte zu erzählen und selbst Wege zu suchen, das Vergangene zu überwinden.

14.05.2013 Nach der Verurteilung
"In Guatemala wird der Widerstand gegen das Urteil noch enorm sein."

Im Prozess gegen Guatemalas ehemaligen Diktator Ríos Montt vertrat Michael Mörth vom medico-Partner Bufete de Derechos Humanos die Nebenklage. Nach der Urteilsverkündung ist er aus Sicherheitsgründen zunächst untergetaucht. medico sprach mit ihm über die Bedeutung des Schuldspruchs.

27.03.2013 medico aktiv

Psychosoziale Arbeit: Trauma und Politik - Gut besuchte Fachtagung im Haus am Dom / Krankheit und Weltmarkt: Schweigeminute für die Näherinnen - medico-Panels bei Armut und Gesundheit / Für das Recht, nein zu sagen - medico bei Blockupy 2013

12.03.2013 Erste Erfolge für das Network of Ex-Asylum Seekers

Zwei Jahre nach der eigenen Gründung initiiert die Selbsthilfeorganisation NEAS (Network of Ex-Asylum Seekers Sierra Leone) bereits ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis zu Migration und Menschenrechten in Sierra Leone und wird von der Regierung zum Dialog eingeladen.

05.02.2013 Die Selbstbemächtigung als Methode der Traumapädagogik

Vortrag von Wilma Weiss (Leitung des Zentrums für Traumapädagogik in Hanau) auf der Fachtagung "Trauma und Politik".

01.02.2013 Unterstützung für migrantische Selbsthilfe in Mali

Die 1996 gegründete Association Malienne des Expulsés (AME) ist eine Selbsthilfeorganisation von und für abgeschobene Migrant_innen in Bamako. Sie leistet medizinische Nothilfe, aber auch psychosoziale und juristische Beratung, Gesundheitshilfe, arbeitet an einkommensschaffenden Maßnahmen und gewährleistet Aufklärung über das EU-Grenzregime.

05.01.2013 Trauma und Politik

Ziele und Bedingungen einer emanzipatorischen Trauma-Arbeit zu definieren - das war die Aufgabenstellung der Fachtagung "Trauma und Politik" mit Beiträgen von Prof. Ariane Brenssell, Wilma Weiss, Usche Merk, Jochen Strauss und weiteren.