Foto: Mark Mühlhaus/attenzione
Dossier

Rojava

medico international begleitet das Projekt der demokratischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien/Rojava von Beginn an. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen setzen wir uns für menschenwürdige Lebensverhältnisse und das Recht auf Gesundheit für alle Menschen in der Region ein. Dafür sind wir auch auf Ihre Unterstützung angewiesen. Die Arbeit unserer Partner*innen in den kurdischen Gebieten wird allein aus Spenden finanziert.


Rojava

Ende eines kurdischen Neuanfangs

Die Invasion der Türkei in Rojava hat die vorerst letzte Chance auf eine demokratische Entwicklung in Teilen Syriens brutal zerschlagen. Weiterlesen

Türkei

Repression gegen Kriegsgegner

Interview mit der Konföderation der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zum Einmarsch der Türkei in Nordsyrien/Rojava und zur aktuellen Situation im Land. Weiterlesen

Nordsyrien

Was bleibt, ist die Hilfe

Die internationale Politik hat versagt. Angesichts der humanitären Katastrophe nach dem türkischen Angriff auf Rojava leisten die medico-Partner*innen Übermenschliches. Weiterlesen

Flucht und Hilfe in Nordsyrien

Autonomie unter Beschuss

Die türkische Besatzung von Afrin hat ein neuerliches Flüchtlingsdrama ausgelöst. Die Zukunft der kurdischen Selbstverwaltung und des demokratischen Projekts Rojava bleibt ungewiss. Weiterlesen

Rojava

Ende eines kurdischen Neuanfangs

Die Invasion der Türkei in Rojava hat die vorerst letzte Chance auf eine demokratische Entwicklung in Teilen Syriens brutal zerschlagen. Weiterlesen

Nordsyrien

Was bleibt, ist die Hilfe

Die internationale Politik hat versagt. Angesichts der humanitären Katastrophe nach dem türkischen Angriff auf Rojava leisten die medico-Partner*innen Übermenschliches. Weiterlesen

Türkei

Repression gegen Kriegsgegner

Interview mit der Konföderation der Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes zum Einmarsch der Türkei in Nordsyrien/Rojava und zur aktuellen Situation im Land. Weiterlesen

Flucht und Hilfe in Nordsyrien

Autonomie unter Beschuss

Die türkische Besatzung von Afrin hat ein neuerliches Flüchtlingsdrama ausgelöst. Die Zukunft der kurdischen Selbstverwaltung und des demokratischen Projekts Rojava bleibt ungewiss. Weiterlesen

Partner und Projekte

20.11.2019 Ende eines kurdischen Neuanfangs

Die Invasion der Türkei in Rojava hat die vorerst letzte Chance auf eine demokratische Entwicklung in Teilen Syriens brutal zerschlagen.

31.10.2019 Was bleibt, ist die Hilfe

Die internationale Politik hat versagt. Angesichts der humanitären Katastrophe nach dem türkischen Angriff auf Rojava leisten die medico-Partner*innen Übermenschliches.

12.06.2019 Autonomie unter Beschuss

Die türkische Besatzung von Afrin hat ein neuerliches Flüchtlingsdrama ausgelöst. Die Zukunft der kurdischen Selbstverwaltung und des demokratischen Projekts Rojava bleibt ungewiss.

Kontext

03.09.2019 Wegschauen ist keine Politik

Die Syrien-Krise eskaliert erneut, Hunderttausende fliehen. Schuld hat auch die EU, der Flüchtlingsdeal mit der Türkei muss beendet werden. Von Katja Maurer

04.07.2019 Meine persönliche Revolution

Ein Gespräch mit Huda Khayti, Leiterin des Frauenzentrums im syrischen Idlib, unter dem Eindruck eskalierender militärischer Gewalt.

24.01.2019 Krieg und Gewalt

Krieg ist weltweit die zentrale Fluchtursache. In fast jedem siebten Land der Erde herrscht Krieg oder ein bewaffneter Konflikt. Über 60 Millionen Menschen sind hiervon betroffen.

06.09.2018 Die nächste Kampfzone

"Wir wollen auf jeden Fall weg." Drei Augenzeugenberichte über die Situation in Idlib.

27.06.2018 Alltag in Rojava

Im Frühjahr 2018 reiste Fotograf Mark Mühlhaus gemeinsam mit medico nach Rojava. Aus den Eindrücken vom aufblühenden Kobanê entstand diese Bilderreportage.


Rojava - ein demokratisches Experiment

Die Kurden im syrischen Rojava sind die größte ethnische Minderheit des Landes. Als staatenlose Bevölkerung blieb ihnen immer nur die Wahl zwischen Assimilierung und Unterwerfung. In der Türkei, aber eben auch in Syrien. Der Versuch der Kurden, den weitgehenden Rückzug der syrischen Zentralmacht für ein eigenes Autonomieprojekt in Rojava zu nutzen, war der historische Schritt zu sich selbst zu finden. Die Kurden Syriens, jahrzehntelang die Ausgeschlossenen unter den Ausgeschlossenen, bildeten im Zuge des syrischen Bürgerkriegs eine offene Gesellschaft. Sie taten Dinge, die unerhört bleiben werden, weil sie jede Konvention durchbrachen, selbst wenn sie alle vernichtet würden. Der Kanton Afrin erkannte als allererste Verwaltungseinheit in der arabischen Geschichte die Yeziden als Religionsgemeinschaft an. Nicht nur das Kurdische, sondern alle Sprachen in Rojava wurden offizielle Amtssprachen. Gemeinde und Distriktversammlungen sind gewählt und werden gemäß ihres Anteils von Kurden, Arabern, Armeniern und Aramäern an der Bevölkerung zusammengesetzt. Es gibt in allen offiziellen Amtspositionen eine fünfzigprozentige Geschlechterquotierung. 

Von Beginn an begleitet medico das Projekt der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava. medico unterstützte die Bevölkerung in Kobane mit medizinischer und humanitärer Nothilfe. Wir lieferten Medikamente nach Kobane, als die Stadt noch vom IS belagert wurde. Wir brachten eine Blutbank in das Krankenhaus von Kobane, als der Angriff durch den IS unmittelbar bevorstand. Als die Zivilisten Kobane verlassen mussten, versorgten wir sie mit Decken, um die ersten Nächte auf der türkischen Seite schlafen zu können.

Zuletzt unterstützten wir die Nothilfe für Flüchtlinge aus Afrin mit mobilen Kliniken und Medikamenten. Die Schaffung eines kostenfrei zugänglichen Gesundheitssystems für alle Menschen in Nordsyrien ist ein wichtiger Teil der Selbstverwaltung. Der Frieden in Rojava ist fragil, das demokratische Projekt bedarf unserer solidarischen Unterstützung.

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