Foto: Mark Mühlhaus/attenzione
Dossier

Rojava

Von Beginn an begleitet medico das Projekt der demokratischen Selbstverwaltung in Nordsyrien/Rojava. Zuletzt unterstützten wir die Nothilfe für Flüchtlinge aus Afrin mit mobilen Kliniken und Medikamenten. Die Schaffung eines kostenfrei zugänglichen Gesundheitssystems für alle Menschen in Nordsyrien ist ein wichtiger Teil der Selbstverwaltung. Der Frieden in Rojava ist fragil, das demokratische Projekt bedarf unserer solidarischen Unterstützung.

Nordsyrien

Angekündigte Katastrophe

Die US-Truppen werden abgezogen, Erdoğan bereitet den Angriff gegen die kurdische Autonomieregion Rojava vor. Die medico-Partner vor Ort bereiten sich auf das Schlimmste vor. Weiterlesen

Foto-Dokumentation

Alltag in Rojava

Im Frühjahr 2018 reiste Fotograf Mark Mühlhaus gemeinsam mit medico nach Rojava. Aus den Eindrücken vom aufblühenden Kobanê entstand diese Bilderreportage. Weiterlesen

Rojava

Gegen alle Grenzen

Der kurdische Kampf um Demokratie prägt die Zukunft eines neuen Nahen Ostens. Von Martin Glasenapp Weiterlesen

Rojava

Nach dem IS

Ein Gespräch mit dem Arzt Michael Wilk über die Lage der Flüchtlinge, den Wiederaufbau und die Perspektiven der Gesundheitsversorgung in Rojava. Weiterlesen

Spendenaufruf

Ein Krankenhaus für Rojava

medico international unterstützt die Sanierung und Ausstattung eines Krankenhauses im kurdischen Kanton Cizire in Nordsyrien. Helfen Sie mit! Weiterlesen

Reportage

Durch Rojava

Hinter Mauern und mit Grenzposten droht die Türkei der kurdischen Region in Syrien. Trotzdem ist überall die Energie des Wiederaufbaus zu spüren. Zum Beispiel im Gesundheitswesen. Weiterlesen

Syrien/Rojava

Flucht aus Afrin

Hunderttausende sind auf der Flucht aus Afrin. medico-Partner leisten vor Ort Hilfe: medico-Spenden ermöglichen mobile Kliniken und Medikamente. Weiterlesen

Nordsyrien

Angekündigte Katastrophe

Die US-Truppen werden abgezogen, Erdoğan bereitet den Angriff gegen die kurdische Autonomieregion Rojava vor. Die medico-Partner vor Ort bereiten sich auf das Schlimmste vor. Weiterlesen

Spendenaufruf

Ein Krankenhaus für Rojava

medico international unterstützt die Sanierung und Ausstattung eines Krankenhauses im kurdischen Kanton Cizire in Nordsyrien. Helfen Sie mit! Weiterlesen

Foto-Dokumentation

Alltag in Rojava

Im Frühjahr 2018 reiste Fotograf Mark Mühlhaus gemeinsam mit medico nach Rojava. Aus den Eindrücken vom aufblühenden Kobanê entstand diese Bilderreportage. Weiterlesen

Reportage

Durch Rojava

Hinter Mauern und mit Grenzposten droht die Türkei der kurdischen Region in Syrien. Trotzdem ist überall die Energie des Wiederaufbaus zu spüren. Zum Beispiel im Gesundheitswesen. Weiterlesen

Rojava

Gegen alle Grenzen

Der kurdische Kampf um Demokratie prägt die Zukunft eines neuen Nahen Ostens. Von Martin Glasenapp Weiterlesen

Syrien/Rojava

Flucht aus Afrin

Hunderttausende sind auf der Flucht aus Afrin. medico-Partner leisten vor Ort Hilfe: medico-Spenden ermöglichen mobile Kliniken und Medikamente. Weiterlesen

Rojava

Nach dem IS

Ein Gespräch mit dem Arzt Michael Wilk über die Lage der Flüchtlinge, den Wiederaufbau und die Perspektiven der Gesundheitsversorgung in Rojava. Weiterlesen

Partner und Projekte

11.01.2019 Angekündigte Katastrophe

Die US-Truppen werden abgezogen, Erdoğan bereitet den Angriff gegen die kurdische Autonomieregion Rojava vor. Die medico-Partner vor Ort bereiten sich auf das Schlimmste vor.

04.12.2018 Hilfe nach Tsunami und Erdbeben in Indonesien

Nach den Erdbeben und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi unterstützt medico lokale Organisationen, die Nothilfe leisten. Helfen Sie mit!

04.12.2018 Ein Krankenhaus für Rojava

medico international unterstützt die Sanierung und Ausstattung eines Krankenhauses im kurdischen Kanton Cizire in Nordsyrien. Helfen Sie mit!

Kontext

06.09.2018 Die nächste Kampfzone

"Wir wollen auf jeden Fall weg." Drei Augenzeugenberichte über die Situation in Idlib.

27.06.2018 Alltag in Rojava

Im Frühjahr 2018 reiste Fotograf Mark Mühlhaus gemeinsam mit medico nach Rojava. Aus den Eindrücken vom aufblühenden Kobanê entstand diese Bilderreportage.

17.05.2018 Ende aller Hoffnung?

Mit dem vorläufigen Sieg Assads in weiten Teilen des Landes ist der Krieg noch nicht zu Ende. Was von der syrischen Zivilgesellschaft übrig ist, muss sich neu orientieren. Von Katja Maurer

16.04.2018 Die nächste Runde der Internationalisierung

Der Syrien-Konflikt steht vor der nächsten gefährlichen Ausweitung. Warum die Botschaft der westlichen Luftschläge so verheerend ist. Von Katja Maurer

28.03.2018 Gegen alle Grenzen

Der kurdische Kampf um Demokratie prägt die Zukunft eines neuen Nahen Ostens. Von Martin Glasenapp


Rojava - ein demokratisches Experiment

Die Kurden im syrischen Rojava sind die größte ethnische Minderheit des Landes. Als staatenlose Bevölkerung blieb ihnen immer nur die Wahl zwischen Assimilierung und Unterwerfung. In der Türkei, aber eben auch in Syrien. Der Versuch der Kurden, den weitgehenden Rückzug der syrischen Zentralmacht für ein eigenes Autonomieprojekt in Rojava zu nutzen, war der historische Schritt zu sich selbst zu finden. Die Kurden Syriens, jahrzehntelang die Ausgeschlossenen unter den Ausgeschlossenen, bildeten im Zuge des syrischen Bürgerkriegs eine offene Gesellschaft. Sie taten Dinge, die unerhört bleiben werden, weil sie jede Konvention durchbrachen, selbst wenn sie alle vernichtet würden. Der Kanton Afrin erkannte als allererste Verwaltungseinheit in der arabischen Geschichte die Yeziden als Religionsgemeinschaft an. Nicht nur das Kurdische, sondern alle Sprachen in Rojava wurden offizielle Amtssprachen. Gemeinde und Distriktversammlungen sind gewählt und werden gemäß ihres Anteils von Kurden, Arabern, Armeniern und Aramäern an der Bevölkerung zusammengesetzt. Es gibt in allen offiziellen Amtspositionen eine fünfzigprozentige Geschlechterquotierung. 

Von Beginn an begleitet medico das Projekt der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava. medico unterstützte die Bevölkerung in Kobane mit medizinischer und humanitärer Nothilfe. Wir lieferten Medikamente nach Kobane, als die Stadt noch vom IS belagert wurde. Wir brachten eine Blutbank in das Krankenhaus von Kobane, als der Angriff durch den IS unmittelbar bevorstand. Als die Zivilisten Kobane verlassen mussten, versorgten wir sie mit Decken, um die ersten Nächte auf der türkischen Seite schlafen zu können.

Zuletzt unterstützten wir die Nothilfe für Flüchtlinge aus Afrin mit mobilen Kliniken und Medikamenten. Die Schaffung eines kostenfrei zugänglichen Gesundheitssystems für alle Menschen in Nordsyrien ist ein wichtiger Teil der Selbstverwaltung. Der Frieden in Rojava ist fragil, das demokratische Projekt bedarf unserer solidarischen Unterstützung.

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