Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Beharrlich gegen Rückentwicklung

Die Projekte des medico-Partners Comet-ME bezeichnete Der Spiegel als "eine kleine Revolution für wenig Geld, ein gutes Beispiel für gelungene Entwicklungshilfe". Israelische Behörden jedoch wollen diese Windkraft- und Solaranlagen abreißen lassen. Ein Kurzfilm über kleine Projekte, die für großen Wirbel in der internationalen Politik sorgen.

Experten des Alltags

Israel/Palästina: Ein Gespräch mit dem künstlerischen Intendanten der Berliner Schaubühne, Thomas Ostermeier, über die Arbeit des vor einem Jahr ermordeten jüdischpalästinensischen Theatermachers Juliano Mer Khamis, über politisches Theater und politische Hilfe

Traum und Wirklichkeit

Israel/Palästina: Der Dokumentarfilm „Cinema Jenin“ erzählt die Geschichte eines Kulturprojekts. Auch die Geschichte eines Scheiterns?

Rechtsfindung oder Repressalie?

Vor gut einem Jahr wurde Juliano Mer-Khamis, der Leiter des Freedom Theatre in Jenin, auf offener Strasse ermordet. Das Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt – und die Ermittlungen wirken zunehmend wie eine gezielte Repressalie gegen das Ensemble des Theaters.

Beharrlich gegen Rückentwicklung

Die Projekte des medico-Partners Comet-ME bezeichnete Der Spiegel als "eine kleine Revolution für wenig Geld, ein gutes Beispiel für gelungene Entwicklungshilfe". Israelische Behörden jedoch wollen diese Windkraft- und Solaranlagen abreißen lassen. Ein Kurzfilm über kleine Projekte, die für großen Wirbel in der internationalen Politik sorgen.

Traum und Wirklichkeit

Israel/Palästina: Der Dokumentarfilm „Cinema Jenin“ erzählt die Geschichte eines Kulturprojekts. Auch die Geschichte eines Scheiterns?

Experten des Alltags

Israel/Palästina: Ein Gespräch mit dem künstlerischen Intendanten der Berliner Schaubühne, Thomas Ostermeier, über die Arbeit des vor einem Jahr ermordeten jüdischpalästinensischen Theatermachers Juliano Mer Khamis, über politisches Theater und politische Hilfe

Rechtsfindung oder Repressalie?

Vor gut einem Jahr wurde Juliano Mer-Khamis, der Leiter des Freedom Theatre in Jenin, auf offener Strasse ermordet. Das Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt – und die Ermittlungen wirken zunehmend wie eine gezielte Repressalie gegen das Ensemble des Theaters.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.