Kurdistan

IS zerstört medico-Projekt in Kobane

Das kurdische Rojava und die Flüchtlinge brauchen unsere direkte Solidarität

Durch die Angriffe des IS auf Kobane wurde auch ein Krankenhaus des kurdischen Roten Halbmondes zerstört. In diesem Gebäude war die von medico international unterstützte Blutbank untergebracht. Aber die solidarische medico-Winterhilfe für Rojava geht weiter. Denn die Kälte kommt und Kobane braucht weiter unsere Solidarität. Jetzt erst recht!

 

Noch vor Ausbruch der Kämpfe gelang es medico international zusammen mit der medizinischen Kommission von Kobanê diese Blutbank in die bedrängte Enklave zu bringen. Auf der türkischen Seite der Grenze versorgen unsere lokalen Partner Flüchtlinge aus Kobane, die jetzt für die ersten Nächte mit Decken versorgt werden, die medico in einer schnellen Hilfsaktion auf Anfrage der kurdischen Bürgermeisterin von Suruc per LKW an die Grenze bringen konnte. Unsere Partner berichten: „Die Flüchtlinge campieren in den Parks und auf der Straße. Sie verweigern die Aufnahme in die staatlichen Flüchtlingscamps der türkischen Regierung, da diese in ihren Augen nicht der Hilfe, sondern der Kontrolle dienen". Unsere Partner sagen aber auch: „Wir möchten betonen, dass wir zur Zeit etwas ganz anderes brauchen als Decken und Nahrungsmittel". Alle unsere Kontakte sind nicht nur über den Beginn der Häuserkämpfe in Kobane entsetzt, sondern auch über die bislang allenfalls zögerliche internationale Unterstützung für die belagerte Stadt: „Warum wird die die Türkei nicht gezwungen die Grenze für uns und für Kobane zu öffnen? Wir verlangen den freien Zugang nach Kobane für alle die tatsächlich helfen wollen, sei es die Verwundeten zu retten, sei es die Stadt gegen den islamistischen Terror zu verteidigen. Warum wird uns dieses Menschenrecht verweigert?"

Grenzüberschreitende Nothilfe

Es braucht nicht nur Hilfe für die Flüchtlinge auf der türkischen wie der syrischen Seite der Grenze. Es braucht blutstillende Arzneimittel für all jene, die ihre Stadt Kobanê nicht dem Terror der IS-Milizen preisgeben wollen. Die Türkei muss ihre Grenze für die humanitäre Hilfe endlich öffnen. Sie muss es ermöglichen, dass die bedrängte kurdische Bevölkerung die Möglichkeiten bekommt, ihre eigene Stadt in Syrien zu schützen.

Spenden für die Nothilfe im kurdisch-syrischen Rojava und die Flüchtlinge

Nein zu religiösem Terror und autoritärer Gewalt. Syrien braucht Frieden und Demokratie. Unterstützen Sie die humanitäre Nothilfe für die kurdischen Flüchtlinge in der Türkei und kurdischen Gebiete in Syrien! Jede Spende zählt.

Spendenstichwort: „Rojava“

Spendenkonto:

medico international
Konto-Nr. 1800
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01

IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822

Jetzt online spenden!

medico international ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Spenden sind daher steuerlich absetzbar. Das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI) bescheinigt medico international einen sorgfältigen und verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Verbreiten und bestellen Sie auch kostenlos unseren Aufruf „Unterstützung für ein demokratisches Experiment – Die kurdische Region Rojava in Syrien braucht Hilfe in der Not!“.

 

 


Veröffentlicht am

Mehr zum Thema

Warten auf Rückkehr
Die Situation der etwa 100.000 Flüchtlinge aus Afrin in Sheba spitzt sich zu: medico stellt erneut Mittel für Nothilfe zur Verfügung, während Erdoğan einen Staatsempfang in Berlin bekommt. Weiterlesen

Die nächste Kampfzone
"Wir wollen auf jeden Fall weg." Drei Augenzeugenberichte über die Situation in Idlib. Weiterlesen

Alltag in Rojava
Im Frühjahr 2018 reiste Fotograf Mark Mühlhaus gemeinsam mit medico nach Rojava. Aus den Eindrücken vom aufblühenden Kobanê entstand diese Bilderreportage. Weiterlesen

Jetzt spenden!

 

Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung und Verbesserung unserer Website. Weitere Informationen.