Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Libanon

Nicht mehr stumm

Die palästinensische Flüchtlingsgemeinde im Libanon hat ihre politische Kraft wiederentdeckt.

Nahostkonflikt

Tod in Dheisheh

Am 27. März wurde der 18jährige Sajed Mizher von der israelischen Armee getötet. Er war als Ersthelfer im Flüchtlingslager Dheisheh bei Bethlehem im Einsatz. Von Riad Othman

Porträt

Ein Sicherheitsrisiko

Majeda Al-Saqqa tritt für die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Gaza ein.

Israel/Palästina

Nicht nur ein Dilemma

Über die Schwierigkeiten, Veranstaltungen zu 50 Jahren israelischer Besatzung zu machen. Eine Selbstbefragung. Von Katja Maurer

Nahostkonflikt

Empathie statt Identifikation

Zur Antisemitismusdebatte, für die Wahrnehmung einer palästinensischen Sprechposition. Von Riad Othman

medico-Partner versorgen Verletzte

Schwarzer Montag in Gaza

Bei den Nakba-Protesten gab es in Gaza so viele Tote und Verletzte wie seit dem Krieg 2014 nicht mehr. medico-Partner leisten Nothilfe.

Trump zu Jerusalem

Mehr vom selben - nur schlimmer

Donald Trumps Entschluss, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, folgt einer fatalen politischen Logik: Statt Völkerrecht gilt die Macht des Faktischen. Von Riad Othman.

C-Gebiete

Von Verdrängung bedroht

Im besetzten Westjordanland verfolgt die israelische Regierung weiterhin ihre Verdrängungspolitik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung. Bericht und Film.

Libanon

Nicht mehr stumm

Die palästinensische Flüchtlingsgemeinde im Libanon hat ihre politische Kraft wiederentdeckt.

Nahostkonflikt

Empathie statt Identifikation

Zur Antisemitismusdebatte, für die Wahrnehmung einer palästinensischen Sprechposition. Von Riad Othman

Nahostkonflikt

Tod in Dheisheh

Am 27. März wurde der 18jährige Sajed Mizher von der israelischen Armee getötet. Er war als Ersthelfer im Flüchtlingslager Dheisheh bei Bethlehem im Einsatz. Von Riad Othman

medico-Partner versorgen Verletzte

Schwarzer Montag in Gaza

Bei den Nakba-Protesten gab es in Gaza so viele Tote und Verletzte wie seit dem Krieg 2014 nicht mehr. medico-Partner leisten Nothilfe.

Porträt

Ein Sicherheitsrisiko

Majeda Al-Saqqa tritt für die Rechte von Kindern, Jugendlichen und Frauen in Gaza ein.

Trump zu Jerusalem

Mehr vom selben - nur schlimmer

Donald Trumps Entschluss, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, folgt einer fatalen politischen Logik: Statt Völkerrecht gilt die Macht des Faktischen. Von Riad Othman.

Israel/Palästina

Nicht nur ein Dilemma

Über die Schwierigkeiten, Veranstaltungen zu 50 Jahren israelischer Besatzung zu machen. Eine Selbstbefragung. Von Katja Maurer

C-Gebiete

Von Verdrängung bedroht

Im besetzten Westjordanland verfolgt die israelische Regierung weiterhin ihre Verdrängungspolitik gegenüber der palästinensischen Bevölkerung. Bericht und Film.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.