Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

„Die Kontrolle frisst sich in den Alltag“

Interview mit Yehuda Shaul, Gründer des medico- Partners „Breaking the Silence“, über die Verträge von Oslo und ihre Folgen für die besetzten Gebiete.

Den starken Worten Taten folgen lassen

Vor genau einem Jahr veröffentlichten die Außenminister der Europäischen Union eine ihrer bislang stärksten Erklärungen über die Situation in den besetzten Palästinensergebieten. Doch während Israel weiterhin jede Möglichkeit für einen gerechten Frieden verbaut, ist die EU ihren eigenen Ansprüchen seitdem keineswegs gerecht geworden. In aller Deutlichkeit bestätigt das der Bericht „Failing to make the grade“, den medico gemeinsam mit anderen Organisationen, die in den besetzten Gebieten tätig sind, erarbeitet hat.

„Vergiss mich nicht“- Ein Abend für Gaza

Voices - eine Gruppe von 10-15 MusikerInnen und SchauspielerInnen gestaltet einen musikalisch-literarischen Abend, um die jahrelange Blockade Gazas dem Vergessen zu entreißen. Ein Abend, der sicherlich eines ist: ein Zeichen paradoxer Hoffnung.

medico in Israel/Palästina

Im Zeichen paradoxer Hoffnung

Israel/Palästina gehört zu den ältesten Projektregionen von medico international. Unermüdlich kämpfen unsere Partner gegen die Entrechtung der Palästinenser und für das Menschenrecht auf Gesundheit für alle.

Wider die Verdrängung

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Doch im ländlichen Gebiet der Westbank schränkt die israelische Besatzungspolitik den Zugang zu Gesundheitsdiensten stark ein. Unser Film zeigt, wie der medico-Partner Palestinian Medical Relief Society (PMRS) den abgeschnittenen Gemeinden dennoch eine Basis-Gesundheitsversorgung ermöglicht.

Von der Einsamkeit im eigenen Land und der Pflicht zur Einmischung

Seit Ende der 1980er Jahre setzen sich israelische Ärztinnen und Ärzte für das Recht auf Gesundheit aller Menschen in Palästina und Israel ein. Ihre Arbeit ist ein alltäglicher Beweis, dass Ausgrenzung, Stigmatisierung und Feindschaft überwunden werden kann.

Hungerstreikende Häftlinge

Um gegen unfaire Haftbedingungen zu protestieren, sind palästinensische Häftlinge wiederholt in Streik getreten. Die Ärzte für Menschenrechte – Israel enthüllen, wie der israelische Gefängnisdient und auch die Gefängnisärzte gegen die Menschenrechte der Gefangenen verstoßen. Gesundheit und Leben der hungerstreikenden Häftlinge sind in Gefahr.

„Die Kontrolle frisst sich in den Alltag“

Interview mit Yehuda Shaul, Gründer des medico- Partners „Breaking the Silence“, über die Verträge von Oslo und ihre Folgen für die besetzten Gebiete.

Den starken Worten Taten folgen lassen

Vor genau einem Jahr veröffentlichten die Außenminister der Europäischen Union eine ihrer bislang stärksten Erklärungen über die Situation in den besetzten Palästinensergebieten. Doch während Israel weiterhin jede Möglichkeit für einen gerechten Frieden verbaut, ist die EU ihren eigenen Ansprüchen seitdem keineswegs gerecht geworden. In aller Deutlichkeit bestätigt das der Bericht „Failing to make the grade“, den medico gemeinsam mit anderen Organisationen, die in den besetzten Gebieten tätig sind, erarbeitet hat.

Wider die Verdrängung

Gesundheit ist ein Menschenrecht. Doch im ländlichen Gebiet der Westbank schränkt die israelische Besatzungspolitik den Zugang zu Gesundheitsdiensten stark ein. Unser Film zeigt, wie der medico-Partner Palestinian Medical Relief Society (PMRS) den abgeschnittenen Gemeinden dennoch eine Basis-Gesundheitsversorgung ermöglicht.

„Vergiss mich nicht“- Ein Abend für Gaza

Voices - eine Gruppe von 10-15 MusikerInnen und SchauspielerInnen gestaltet einen musikalisch-literarischen Abend, um die jahrelange Blockade Gazas dem Vergessen zu entreißen. Ein Abend, der sicherlich eines ist: ein Zeichen paradoxer Hoffnung.

Von der Einsamkeit im eigenen Land und der Pflicht zur Einmischung

Seit Ende der 1980er Jahre setzen sich israelische Ärztinnen und Ärzte für das Recht auf Gesundheit aller Menschen in Palästina und Israel ein. Ihre Arbeit ist ein alltäglicher Beweis, dass Ausgrenzung, Stigmatisierung und Feindschaft überwunden werden kann.

medico in Israel/Palästina

Im Zeichen paradoxer Hoffnung

Israel/Palästina gehört zu den ältesten Projektregionen von medico international. Unermüdlich kämpfen unsere Partner gegen die Entrechtung der Palästinenser und für das Menschenrecht auf Gesundheit für alle.

Hungerstreikende Häftlinge

Um gegen unfaire Haftbedingungen zu protestieren, sind palästinensische Häftlinge wiederholt in Streik getreten. Die Ärzte für Menschenrechte – Israel enthüllen, wie der israelische Gefängnisdient und auch die Gefängnisärzte gegen die Menschenrechte der Gefangenen verstoßen. Gesundheit und Leben der hungerstreikenden Häftlinge sind in Gefahr.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.