Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Shuttlebus in die Klinik

Der israelische Inlandsgeheimdienst hat laut Physicians for Human Rights-Israel seine Einreiserichtlinien für Kranke aus dem Gazastreifen verschärft. Elf weiteren Krebspatienten wird aus „Sicherheitsgründen“ die lebensrettende Behandlung in Israel verwehrt. Dutzende Kranke sitzen in Gaza ohne medizinische Behandlung fest.

Israel: Wider die Lüge und den Selbstbetrug

Die Psychotherapeutin Ruchama Marton hat vor 20 Jahren die "Ärzte für Menschenrechte - Israel" gegründet und beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die israelische Besatzung die entscheidende Ursache für die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern darstellt. Von Tsafrir Cohen.

Palästina: Von welchem Inferno wollen Sie hören …

Moustafa Barghouti, Arzt und Gründer der Palestinian Medical Relief Society, über die Teilnahmslosigkeit des Westens gegenüber dem palästinensischen Drama und über den Zusammenhang von Fundamentalismus und Autokratie.

Medikamente für die Westbank

Am 06. Februar 2008 übergab medico international in Ramallah, Medikamente im Wert von 106.000 Euro an seine palästinensische Partnerorganisation Palestinian Medical Relief Society

Confronting Memories - Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit zum Bürgerkrieg

Der offizielle Diskurs über den Bürgerkrieg im Libanon ist geprägt von der Devise "Vergeben und Vergessen". Die Kriegsgeschichte dagegen aufzuarbeiten ist das Anliegen von UMAM, einer libanesische Initiative von Historikern, Journalisten und Künstlern

Shuttlebus in die Klinik

Der israelische Inlandsgeheimdienst hat laut Physicians for Human Rights-Israel seine Einreiserichtlinien für Kranke aus dem Gazastreifen verschärft. Elf weiteren Krebspatienten wird aus „Sicherheitsgründen“ die lebensrettende Behandlung in Israel verwehrt. Dutzende Kranke sitzen in Gaza ohne medizinische Behandlung fest.

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Israel: Wider die Lüge und den Selbstbetrug

Die Psychotherapeutin Ruchama Marton hat vor 20 Jahren die "Ärzte für Menschenrechte - Israel" gegründet und beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die israelische Besatzung die entscheidende Ursache für die Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern darstellt. Von Tsafrir Cohen.

Medikamente für die Westbank

Am 06. Februar 2008 übergab medico international in Ramallah, Medikamente im Wert von 106.000 Euro an seine palästinensische Partnerorganisation Palestinian Medical Relief Society

Confronting Memories - Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit zum Bürgerkrieg

Der offizielle Diskurs über den Bürgerkrieg im Libanon ist geprägt von der Devise "Vergeben und Vergessen". Die Kriegsgeschichte dagegen aufzuarbeiten ist das Anliegen von UMAM, einer libanesische Initiative von Historikern, Journalisten und Künstlern

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.