Ukraine

Über den Tag hinaus

31.05.2026   Lesezeit: 1 min  
#gaza 

Unterstützung für Vertriebene

Während der Krieg in der Ukraine unvermindert weitergeht, schwindet die internationale Solidarität mit der vom Krieg geplagten Bevölkerung. Hilfsgelder werden gekürzt, die Spendenbereitschaft sinkt. Die übriggebliebenen Hilfsgelder fließen zu großen Teilen in die umkämpften Gebiete nahe der Front. Das führt allerdings dazu, dass viele Menschen trotz aller Gefahren eben dort bleiben – oder nach einer Evakuierung sogar zurückkehren, weil sie nicht wissen, wie sie andernorts über die Runden kommen sollen. So auch im Oblast Dnipropetrovsk in der Südostukraine. Ankommende Vertriebene werden dort registriert, medizinisch versorgt und kurzfristig unterstützt. Doch schon nach wenigen Tagen stehen viele vor dem Nichts. Unterkünfte für einen längeren Aufenthalt sind rar und überfüllt. 

Der medico-Partner Responsible Citizen hat dieses Ungleichgewicht erkannt und unterstützt ankommende intern Vertriebene aus der Ost- und Südostukraine in Dnipropetrovsk langfristig. So kümmern sich die Partner:innen um Unterkunft und Versorgung für sechs Monate. Für Menschen mit Traumatisierungen, Gewalterfahrungen und psychischen Erkrankungen organisieren sie zudem psychosoziale Unterstützung. Damit adressieren sie eine der schwersten Herausforderungen der ukrainischen Gesellschaft infolge des Krieges – und schaffen gleichzeitig Raum für Verarbeitung, Erholung und menschliche Zukunftsperspektiven jenseits des blanken Überlebens. 

Dieser Beitrag erschien zuerst im medico rundschreiben 02/2026. Das Rundschreiben schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Jetzt abonnieren!


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