Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Das Freedom Theatre aus Jenin auf Tournee

Junge Studenten der Theaterschule des Freedom Theatre aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Jenin gehen im September und Oktober 2011 auf Tournee durch Deutschland. Sie führen die Performance "Sho Kman?" (Deutsch: Was noch?) auf, in der junge Palästinenser erkunden

Paradoxe Hoffnung im Flüchtlingslager Jenin

Das Freiheitstheater nutzt Theater als eine Waffe zum Erreichen von sozialer und politischer Veränderung. Den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers Jenin in der Westbank werden unterschiedliche Möglichkeiten eröffnet, eigene Fähigkeiten zu entfalten und das Selbstvertrauen aufzubauen, das sie brauchen, um ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem sich Phantasien entwickeln und andere Realitäten vorgestellt werden können

Kein Ort mehr für Grenzgänger

Palästina: Das Freedom Theatre Jenin nach dem Mord an seinem Direktor

Das Zufluchtshaus für junge Frauen in Notsituationen

Als Palästinenserinnen in Israel kämpfen die 'Frauen gegen Gewalt' gegen eine doppelte Unterdrückung: Auf der einen Seite gegen die Vormacht der Männer innerhalb der arabisch-palästinensischen Minderheit in Israel, auf der anderen gegen die Ausgrenzung der arabisch-palästinensischen Minderheit durch die jüdische Mehrheit. Die Verzahnung dieser doppelten Unterdrückung drückt sich in der Verstärkung patriarchaler Strukturen durch die staatliche Ausgrenzung von PalästinenserInnen in Israel aus. Mit dem Halfway House gründeten die Frauen eines der ersten Frauenhäuser im Nahen Osten. Betroffene erhalten Schutz, psychosoziale Unterstützung, persönliche Beratung und Begleitung in juristischen Angelegenheiten.

Einsam zwischen allen Fronten

Das Feld der Aktivitäten, die die gemeindeorientierte "Culture and Free Thought Association" (CFTA) bereitstellt, reicht von Gesundheitszentren über Kulturzentren für Kinder und Jugendliche bis hin zu Büchereien und einem Kreditzentrum für Frauen. Mit ihrer Arbeit bietet CFTA Frauen, die sich in der patriarchalen Gesellschaft in Gaza oftmals nicht gut bewegen können, einen Raum sich auszutauschen und Probleme, z.B. im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, mit professioneller Hilfe zu bearbeiten. medico international unterstützt CFTA bei ihrer medizinischen und psychosozialen Kampagne zur Frühdiagnose von Brustkrebs

medico aktiv

Europa muss helfen! - Unterschriftenaktion von medico und Pro Asyl zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen / Lobbygespräche für gleiche Rechte - medico-Partner aus Israel/Palästina im politischen Berlin

Das Zufluchtshaus für junge Frauen in Notsituationen

Als Palästinenserinnen in Israel kämpfen die 'Frauen gegen Gewalt' gegen eine doppelte Unterdrückung: Auf der einen Seite gegen die Vormacht der Männer innerhalb der arabisch-palästinensischen Minderheit in Israel, auf der anderen gegen die Ausgrenzung der arabisch-palästinensischen Minderheit durch die jüdische Mehrheit. Die Verzahnung dieser doppelten Unterdrückung drückt sich in der Verstärkung patriarchaler Strukturen durch die staatliche Ausgrenzung von PalästinenserInnen in Israel aus. Mit dem Halfway House gründeten die Frauen eines der ersten Frauenhäuser im Nahen Osten. Betroffene erhalten Schutz, psychosoziale Unterstützung, persönliche Beratung und Begleitung in juristischen Angelegenheiten.

Das Freedom Theatre aus Jenin auf Tournee

Junge Studenten der Theaterschule des Freedom Theatre aus dem palästinensischen Flüchtlingslager Jenin gehen im September und Oktober 2011 auf Tournee durch Deutschland. Sie führen die Performance "Sho Kman?" (Deutsch: Was noch?) auf, in der junge Palästinenser erkunden

Paradoxe Hoffnung im Flüchtlingslager Jenin

Das Freiheitstheater nutzt Theater als eine Waffe zum Erreichen von sozialer und politischer Veränderung. Den BewohnerInnen des Flüchtlingslagers Jenin in der Westbank werden unterschiedliche Möglichkeiten eröffnet, eigene Fähigkeiten zu entfalten und das Selbstvertrauen aufzubauen, das sie brauchen, um ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen wird ein geschützter Raum geschaffen, in dem sich Phantasien entwickeln und andere Realitäten vorgestellt werden können

Einsam zwischen allen Fronten

Das Feld der Aktivitäten, die die gemeindeorientierte "Culture and Free Thought Association" (CFTA) bereitstellt, reicht von Gesundheitszentren über Kulturzentren für Kinder und Jugendliche bis hin zu Büchereien und einem Kreditzentrum für Frauen. Mit ihrer Arbeit bietet CFTA Frauen, die sich in der patriarchalen Gesellschaft in Gaza oftmals nicht gut bewegen können, einen Raum sich auszutauschen und Probleme, z.B. im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, mit professioneller Hilfe zu bearbeiten. medico international unterstützt CFTA bei ihrer medizinischen und psychosozialen Kampagne zur Frühdiagnose von Brustkrebs

Kein Ort mehr für Grenzgänger

Palästina: Das Freedom Theatre Jenin nach dem Mord an seinem Direktor

medico aktiv

Europa muss helfen! - Unterschriftenaktion von medico und Pro Asyl zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Libyen / Lobbygespräche für gleiche Rechte - medico-Partner aus Israel/Palästina im politischen Berlin

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.