Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Israel/Palästina

Geplatzte Blase

Israel steht nach dem 7. Oktober unter Schock. Doch statt militärischer Eskalation braucht es politische Lösungen. Von Yehuda Shaul

Petition

Ceasefire Now

Gemeinsam mit 550 internationalen Organisationen hat medico die Petition für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel unterzeichnet.

Israel/Palästina

Doppelter Ausnahmezustand

Die tödlichen Angriffe der Hamas haben starke Auswirkungen auf unsere Partner:innen in Israel. Wir sprachen mit Guy Shalev, Direktor von Physicians for Human Rights, über die Situation und ihre Arbeit mit Überlebenden.

Angriff auf Dschenin

Israelische Unsicherheitspolitik

Die Militäroperation in Dschenin wird dargestellt, als handle es sich um eine Abweichung vom sonstigen Vorgehen in den besetzten Gebieten. Die jüngste Gewalt markiert jedoch nur die Zuspitzung des Normalzustands. Von Chris Whitman

Israel/Palästina

Der Brief, der uns empört

Dutzende israelische Ärzt:innen unterzeichneten einen Brief, der das Militär auffordert, "Hornissennester und die sie schützenden Krankenhäuser" im Gazastreifen zu zerstören. medico-Partner antworten.

Nahost

Wider die Entmenschlichung

Zur Situation in Israel und Palästina.

Israel/Palästina

Unter Schock und unter Bomben

Aufgrund der schweren Bombardierungen sind unsere Partner in Gaza nicht in der Lage, Interviews zu geben. Deshalb haben wir mit Chris Whitman, medico-Koordinator für den Nahen Osten gesprochen, der in regelmäßigem Kontakt mit ihnen steht.

Das Interview

Anwalt ohne Parkplatz

In Den Haag geht es aktuell nicht nur um russische Kriegsverbrechen: Michael Sfard über Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Israel/Palästina

Geplatzte Blase

Israel steht nach dem 7. Oktober unter Schock. Doch statt militärischer Eskalation braucht es politische Lösungen. Von Yehuda Shaul

Israel/Palästina

Der Brief, der uns empört

Dutzende israelische Ärzt:innen unterzeichneten einen Brief, der das Militär auffordert, "Hornissennester und die sie schützenden Krankenhäuser" im Gazastreifen zu zerstören. medico-Partner antworten.

Petition

Ceasefire Now

Gemeinsam mit 550 internationalen Organisationen hat medico die Petition für einen sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel unterzeichnet.

Nahost

Wider die Entmenschlichung

Zur Situation in Israel und Palästina.

Israel/Palästina

Doppelter Ausnahmezustand

Die tödlichen Angriffe der Hamas haben starke Auswirkungen auf unsere Partner:innen in Israel. Wir sprachen mit Guy Shalev, Direktor von Physicians for Human Rights, über die Situation und ihre Arbeit mit Überlebenden.

Israel/Palästina

Unter Schock und unter Bomben

Aufgrund der schweren Bombardierungen sind unsere Partner in Gaza nicht in der Lage, Interviews zu geben. Deshalb haben wir mit Chris Whitman, medico-Koordinator für den Nahen Osten gesprochen, der in regelmäßigem Kontakt mit ihnen steht.

Angriff auf Dschenin

Israelische Unsicherheitspolitik

Die Militäroperation in Dschenin wird dargestellt, als handle es sich um eine Abweichung vom sonstigen Vorgehen in den besetzten Gebieten. Die jüngste Gewalt markiert jedoch nur die Zuspitzung des Normalzustands. Von Chris Whitman

Das Interview

Anwalt ohne Parkplatz

In Den Haag geht es aktuell nicht nur um russische Kriegsverbrechen: Michael Sfard über Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs in den besetzten palästinensischen Gebieten.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.