Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Besetzte Gebiete

Eine kurze Geschichte des Glücks

Landwirt in Bardala, Jordantal

Wie ein palästinensischer Landwirt nach 50 Jahren wieder Zugang zu seinem Land erhielt. Von Riad Othman.

Israel/Palästina

Nicht mehr säkular

Ein Interview mit Tsafrir Cohen über Jeschajahu Leibowitz, den 1967er Krieg und die Kolonialismus-Debatte in Israel.

Siedlungspolitik in Israel

Beduinendorf Umm al-Hiran droht Abriss

Warten auf die Zwangsräumung. Beduinen in Umm al-Hiran. (Foto: Adalah)

In der Negev-Wüste herrscht kein Mangel an Platz. Doch die neue Stadt Hiran soll ausgerechnet dort gebaut werden, wo noch ein Beduinendorf steht.

C-Gebiete, Westbank

Zementmischer statt Panzer

Susya, ein exemplarischer Fall systematischer Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung aus den C-Gebieten. (Foto: medico)

Die israelische Armee will die kleine Gemeinde Susya, gelegen in den C-Gebieten der palästinensischen Westbank in den südlichen Hebronbergen, räumen.

Palästinenser in Israel

Narrativ des Schweigens

Ruine in Gaza

Wer spricht zur Situation der Palästinenser? Ein Kommentar von Nahostreferent Riad Othman

Ein El-Hilweh

Ein Terror-Hotspot?

Interview mit Zafer Khateeb von der palästinensischen NGO Nashet, die im Flüchtlingslager Ein El-Hilweh im Libanon seit vielen Jahren Kinder- und Jugendarbeit macht und dabei auch Tabus bricht.

Israel

Die zweite Republik

Die israelische Rechte hat übernommen: Die Besetzung von 1967 ist aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt, die grüne Linie irrelevant.

Beduinen in Israel

Innere Kolonialisierung

Das Siedlungsprojekt macht auch vor einem Beduinendorf auf israelischem Staatsgebiet nicht halt. Die rechte Siedlerbewegung ist längst in der israelischen Politik verankert.

Besetzte Gebiete

Eine kurze Geschichte des Glücks

Landwirt in Bardala, Jordantal

Wie ein palästinensischer Landwirt nach 50 Jahren wieder Zugang zu seinem Land erhielt. Von Riad Othman.

Palästinenser in Israel

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Ruine in Gaza

Wer spricht zur Situation der Palästinenser? Ein Kommentar von Nahostreferent Riad Othman

Israel/Palästina

Nicht mehr säkular

Ein Interview mit Tsafrir Cohen über Jeschajahu Leibowitz, den 1967er Krieg und die Kolonialismus-Debatte in Israel.

Ein El-Hilweh

Ein Terror-Hotspot?

Interview mit Zafer Khateeb von der palästinensischen NGO Nashet, die im Flüchtlingslager Ein El-Hilweh im Libanon seit vielen Jahren Kinder- und Jugendarbeit macht und dabei auch Tabus bricht.

Siedlungspolitik in Israel

Beduinendorf Umm al-Hiran droht Abriss

Warten auf die Zwangsräumung. Beduinen in Umm al-Hiran. (Foto: Adalah)

In der Negev-Wüste herrscht kein Mangel an Platz. Doch die neue Stadt Hiran soll ausgerechnet dort gebaut werden, wo noch ein Beduinendorf steht.

Israel

Die zweite Republik

Die israelische Rechte hat übernommen: Die Besetzung von 1967 ist aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt, die grüne Linie irrelevant.

C-Gebiete, Westbank

Zementmischer statt Panzer

Susya, ein exemplarischer Fall systematischer Verdrängung der palästinensischen Bevölkerung aus den C-Gebieten. (Foto: medico)

Die israelische Armee will die kleine Gemeinde Susya, gelegen in den C-Gebieten der palästinensischen Westbank in den südlichen Hebronbergen, räumen.

Beduinen in Israel

Innere Kolonialisierung

Das Siedlungsprojekt macht auch vor einem Beduinendorf auf israelischem Staatsgebiet nicht halt. Die rechte Siedlerbewegung ist längst in der israelischen Politik verankert.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.