Menschenrechte in Israel/Palästina

medico international arbeitet seit Jahrzehnten mit Partnerorganisationen in Israel und Palästina. Wir haben in dieser langen Zeit unserer Zusammenarbeit, die meist mit politischen Minderheiten im jeweiligen Kontext stattfand, vieles versucht. Vieles ist gescheitert oder halb geglückt. Wir standen dabei immer auf der Seite der Unterdrückten und gleichzeitig auf der Seite der Idee von Verständigung und der Suche nach einer nicht-nationalistischen Perspektive.

Trotz dieser Erfahrungen mit politischer Gewalt und der Gewöhnung an Rückschläge und Niederlagen, die zuallererst die Realität unserer Partner:innen ist, stellt alles, was seit dem 7. Oktober geschehen ist, die herkömmlichen Strategien, Gewissheiten und Sicherheiten in Frage. Wir hören Horrorgeschichten von Tod, Gewalt und Verzweiflung, die kaum auszuhalten sind, obwohl wir sie nicht selbst durchleben müssen.

Wir stehen auch heute an der Seite unserer Partner:innen in Israel und Palästina, so gut, wie das gerade möglich ist. Und es ist nicht gut möglich. 

Menschen laufen durch eine Trümmerlandschaft in Gaza.
Spendenaufruf

Nothilfe für Palästina

Zehntausende Tote, Millionen Vertriebene. Der Gazastreifen ist in weiten Teilen unbewohnbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets bleibt von der israelischen Armee besetzt. Im…

Reportage aus Gaza

Schwarzes Loch in uns

Gaza nach dem Krieg: Ohne Baumaterial kein Wiederaufbau möglich. Die Menschen helfen sich selbst.

Katja Maurer berichtet von ihrem Besuch in Gaza im Frühjahr 2015. Sie trifft die medico-Partnerinnen und Partner, die im Jahr nach dem Krieg versuchen weiterzumachen.

NGO-Bericht über Gaza

Im Stich gelassen

Junge läuft an zerstörtem Haus vorbei.

Kein einziges der während der israelischen Militäroperation zerstörten Wohnhäuser wurde wieder aufgebaut. medico und andere NGOs sagen: Die internationalen Geber haben ihr Versprechen gebrochen.

Gaza

Die Unmöglichkeit des Wiederaufbaus

Riad Othman

Wie es um den Wiederaufbau bestellt ist, macht sich für mich besonders an einem Bild fest: Tausende Menschen im Gaza-Streifen stehen bis zu den Knien und tiefer im Wasser.

Nothilfe für den Gazastreifen

Die Waffen schweigen, doch die Menschen im Gazastreifen benötigen nach wie vor Hilfe, denn sie stehen vor einem Scherbenhaufen. Tausende Verletzte müssen nachbehandelt werden, zahllose Menschen leben in Notunterkünften. Die physischen und seelischen Wunden werden noch lange brauchen, um zu heilen. Wir bitten um Spenden für die Nothilfe unserer lokalen Partner.

Riad Othman bloggt aus Gaza

Drei-Staaten-Realität beenden

Riad Othman

Wir müssen den Versöhnungsprozess zwischen Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde bzw. Fatah unterstützen, wenn wir es mit dem Wiederaufbau ernst meinen.

Pressemitteilung, 21.01.2015

Gaza-Krieg 2014: Es gab keine sicheren Orte

Der heute von der israelischen medico-Partnerorganisation "Ärzte für Menschenrechte" (PHR-IL) vorgestellte Bericht „No Safe Place“ erhärtet den Verdacht, dass zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 geführt haben.

Gaza

Nach dem jüngsten Krieg

medico-Mitarbeiter Riad Othman war das erste Mal seit dem Krieg in Gaza. Er berichtet von den Zerstörungen, Besuchen bei unseren Partnern und der Hilfe für die Menschen in Gaza.

Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden – Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen

Ein Bündnis von mehr als 90 deutschen Nahost-Experten hat die Bundesregierung zu einem Kurswechsel in der Politik gegenüber Israel und Palästina aufgerufen. Zu den Unterzeichnern gehören auch der medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen und Riad Othman, Leiter des Palästina/Israel Büros von medico international in Ramallah.

Reportage aus Gaza

Schwarzes Loch in uns

Gaza nach dem Krieg: Ohne Baumaterial kein Wiederaufbau möglich. Die Menschen helfen sich selbst.

Katja Maurer berichtet von ihrem Besuch in Gaza im Frühjahr 2015. Sie trifft die medico-Partnerinnen und Partner, die im Jahr nach dem Krieg versuchen weiterzumachen.

Riad Othman bloggt aus Gaza

Drei-Staaten-Realität beenden

Riad Othman

Wir müssen den Versöhnungsprozess zwischen Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde bzw. Fatah unterstützen, wenn wir es mit dem Wiederaufbau ernst meinen.

NGO-Bericht über Gaza

Im Stich gelassen

Junge läuft an zerstörtem Haus vorbei.

Kein einziges der während der israelischen Militäroperation zerstörten Wohnhäuser wurde wieder aufgebaut. medico und andere NGOs sagen: Die internationalen Geber haben ihr Versprechen gebrochen.

Pressemitteilung, 21.01.2015

Gaza-Krieg 2014: Es gab keine sicheren Orte

Der heute von der israelischen medico-Partnerorganisation "Ärzte für Menschenrechte" (PHR-IL) vorgestellte Bericht „No Safe Place“ erhärtet den Verdacht, dass zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 geführt haben.

Gaza

Die Unmöglichkeit des Wiederaufbaus

Riad Othman

Wie es um den Wiederaufbau bestellt ist, macht sich für mich besonders an einem Bild fest: Tausende Menschen im Gaza-Streifen stehen bis zu den Knien und tiefer im Wasser.

Gaza

Nach dem jüngsten Krieg

medico-Mitarbeiter Riad Othman war das erste Mal seit dem Krieg in Gaza. Er berichtet von den Zerstörungen, Besuchen bei unseren Partnern und der Hilfe für die Menschen in Gaza.

Nothilfe für den Gazastreifen

Die Waffen schweigen, doch die Menschen im Gazastreifen benötigen nach wie vor Hilfe, denn sie stehen vor einem Scherbenhaufen. Tausende Verletzte müssen nachbehandelt werden, zahllose Menschen leben in Notunterkünften. Die physischen und seelischen Wunden werden noch lange brauchen, um zu heilen. Wir bitten um Spenden für die Nothilfe unserer lokalen Partner.

Dauerhaften Waffenstillstand erzielen, Blockade beenden – Entwicklungsperspektiven für Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem schaffen

Ein Bündnis von mehr als 90 deutschen Nahost-Experten hat die Bundesregierung zu einem Kurswechsel in der Politik gegenüber Israel und Palästina aufgerufen. Zu den Unterzeichnern gehören auch der medico-Nahostreferent Tsafrir Cohen und Riad Othman, Leiter des Palästina/Israel Büros von medico international in Ramallah.

Für das Recht auf Rechte

Ein Überblick über unsere Kooperationen in Israel/ Palästina

Den Eroberungen im Jahr 1967 folgten massive Eingriffe in palästinensische Grundrechte. Bis heute untersteht die Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten faktisch einem israelischen Militärregime. Israelische und palästinensische Partnerorganisationen setzen sich für gleiche Rechte für alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan ein. Sie arbeiten für das Menschenrecht auf Gesundheit und einen würdigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie leisten psychosoziale Hilfe für Kinder, Jugendliche und Frauen oder streiten für die Rechte von Gefangenen und Geflüchteten.

Um die Realität und auch die Alltäglichkeit der Unterdrückung verstehen zu können, muss sie sichtbar und zugänglich gemacht werden. Unsere Partnerorganisationen bemühen sich darum, indem sie die fortschreitende Landnahme dokumentieren oder recherchieren, welche Firmen von der Besatzungsökonomie profitieren. Denn wie so oft sind die politischen Auseinandersetzungen auch ein Kampf um Deutungshoheit und Geschichtsschreibung.

Immer wieder greifen Armee und Siedler palästinensische Dörfer an. Ganze Gemeinden werden für den Siedlungsbau und im Namen der Sicherheit isoliert. Dem wirken Kooperationen entgegen, die palästinensischen Landwirten dabei helfen, eigenen Grund und Boden weiter zu bestellen. Unsere Partnerorganisationen bieten zudem Rechtsberatungen an. So schaffen sie auch Verbindungen zwischen betroffenen Gemeinden.

medico arbeitet mit israelischen und palästinensischen Menschenrechtsorganisationen zusammen, die Rechtsbrüche und Kriegsverbrechen dokumentieren. Sie wollen die Verantwortlichen vor nationalen wie internationalen Gerichten haftbar machen. Dies richtet sich gegen Bürgerrechtsverletzungen im gesamten Gebiet – durch alle Akteure, einschließlich der palästinensischen.