Marokko

Ein sicherer Ort

15.11.2025   Lesezeit: 1 min  
#migration 

Zehn Jahre Schutzhaus für geflüchtete Frauen.

Es ist ein Paradebeispiel von Selbstorganisation: Vor zehn Jahren hat die „Vereinigung der Geflüchteten und der migrantischen Gemeinschaften in Marokko“, so der übersetzte Name der Partnerorganisation ARCOM, in Rabat ein Schutzhaus eröffnet. In diesem finden geflüchtete Frauen aus Subsahara-Afrika und ihre Kinder bis heute Schutz, Ruhe und Zuflucht. Die meisten haben lange Fluchtwege hinter sich und sind in Marokko alltäglich von rassistischer und sexualisierter Gewalt, Ausbeutung und Schikanen durch die Behörden bedroht. Nicht zuletzt auf Druck aus Europa laufen sie jederzeit Gefahr, abgeschoben zu werden.

Das Schutzhaus bietet ihnen nicht nur eine sichere Unterkunft und eine Grundversorgung, sondern auch Zugang zu medizinischer Hilfe und Unterstützung bei Asylgesuchen. Zudem gibt es Weiterbildungs- und Berufsbildungsangebote für die Frauen. Neben dem Schutzhaus unterstützt medico auch die politische Arbeit von ARCOM. So hat ARCOM im Oktober 2025 zusammen mit dem Netzwerk Afrique-Europe-Interact die transafrikanische Konferenz „Wir migrieren um zu leben, nicht um zu sterben“ durchgeführt, die sich gegen die auf dem afrikanischen Kontinent spürbaren Konsequenzen der europäischen Externalisierungspolitik wendet.

Dieser Beitrag erschien zuerst im medico rundschreiben 04/2025. Das Rundschreiben schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Jetzt abonnieren!


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