Am Scheideweg

70 Jahre WHO

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht im 70. Jahr ihres Bestehens an einem Scheideweg. Auf dem Spiel stehen ihre Eigenständigkeit, ihre Legitimität und ihre Befähigung, weiterhin die führende Institution in Fragen der globalen Gesundheit zu bleiben.

Wie lässt sich die Bedeutung der WHO als Institution für globale Gesundheitsrechte und -politiken wieder herstellen? Wie lässt sich der fortschrittliche Geist von Alma Ata zurückerobern? Analysen und Antworten auf diese Fragen finden Sie in diesem Dossier

WHO und Gesundheit: Am Scheideweg

Große Geldgeber wie die Bill & Melinda Gates Stiftung – 80% ihrer Mittel sind projektgebunden – können massiv Einfluss auf die Ausrichtung der WHO nehmen. Ihre finanzielle Abhängigkeit begünstigt zudem den Einfluss von "Big Pharma" und damit eines technisch-medizinischen Blicks auf die Weltgesundheit. Zuletzt wurden die Defizite und Risiken einer derart geschwächten WHO in der Ebola-Epidemie offenkundig.

Die WHO hat viele ihrer Interessenkonflikte selbst geschaffen indem sie die Türen für Pharma und Philanthrokapitalisten weit geöffnet hat und versäumte, bei ihren Mitgliedsstaaten die Erhöhung der ungebundenen Beiträge einzufordern und damit die finanzielle Unabhängigkeit zu sichern.

Zugleich gelingt es der WHO immer wieder, sich als die zentrale Institution für globale Gesundheitsrechte und -politiken zu profilieren: Vor genau 40 Jahren bekannten sich die Mitgliedsstaaten der WHO in der »Erklärung von Alma Ata« dazu, dass Gesundheit immer auch eine Frage der Menschenrechte und damit der Gerechtigkeit, der Gleichheit und der Partizipation ist.  Damals wurde das grundlegende Konzept der Basisgesundheitsversorgung (Primary Health Care - PHC) ausgerufen und damit auch ein neues Verständnis von Gesundheit, das weit über die Medizin hinausreichte.

70 Jahre WHO

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