08.10.2026 | Berlin
Fractured Lifeworlds, Traumatic Landscapes

Psychosoziale Strategien gegen transgenerationale Gewalt
Über Generationen haben koloniale und neokoloniale Gewaltherrschaft Lebenswelten zerbrochen – und dennoch leben weiter Menschen in ihnen und kämpfen für Gerechtigkeit. Was passiert, wenn transgenerationale Traumata – als normale und kollektive Reaktion auf abnormale Gewaltverhältnisse – entstehen? [Wie] können sie überwunden werden?
Marcella Katjijova (OGF, Ovaherero Genocide Foundation) ist psychologische Beraterin und Nachfahrin der Überlebenden des ersten deutschen Genozids an den Ovaherero und Nama im heutigen Namibia. Sie arbeitet zu den psychosozialer Nachwirkungen dieses Genozids – mit den Communities in Namibia und der ausbleibenden Gerechtigkeit durch Deutschland.
Vilma Duque (ECAP, Equipo de Estudios Comunitarios y Acción Psicosocial) ist Sozialpsychologin und Supervisorin. Seit Jahrzehnten arbeitet sie in Post-Konflikt-Regionen mit Überlebenden des Genozids während der Militärdiktatur in Guatemala und begleitet weltweit Menschen im Exil, die vor extremer Gewalt und politischer Verfolgung geflohen sind.
Im Workshop stellen beide ihre Ansätze und Erfahrungen aus ihrer politischen psychosozialen Praxis vor. Im Sinne des psychosozialen Manifests „Resist, connect and stand up!“ laden wir ein zum gemeinsamen Austausch mit allen, die selbst im psychosozialen Bereich arbeiten – oder sich für die politische und emanzipatorische Perspektive psychosozialer Arbeit interessieren.
Moderation: Julia Manek (medico international)
Der Workshop findet auf Englisch statt. Eine Simultanübersetzung ins Deutsche wird angeboten.
Die Anzahl der Teilnehmenden ist limitiert.
Wir bitten daher um eine formlose Anmeldung per Mail an Julia Manek (manek@medico.de)
Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstaltet von: medico international, OGF und ECAP im Rahmen der Ausstellung Fractured Lifeworlds. Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung.