02.06.2026 | Frankfurt
Das Ende des Schutzes

Zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems
Die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylgesetzes GEAS tritt Mitte Juni in Kraft und führt zu einer de facto Aushebelung des Asylrechts – Ablehnung von Menschen in Schnellverfahren, die Erklärung von Asylanträgen als „unzulässig“ und Inhaftierung auch für Minderjährige. Es wird möglich, Menschen ohne Asylverfahren in „Drittstaaten“ entlang der Fluchtroute abzuschieben (bekannt geworden als Ruanda-Deal). Aber die Gewalt wird nicht nur externalisiert, sondern rückt auch immer weiter nach innen: Inhaftierungspraktiken, Gefängnisinfrastrukturen und Pushbacks, die an den EU-Außengrenzen ausprobiert wurden, kommen mit dem nationalen GEAS-Anpassungsgesetz nach Deutschland. Dabei sollen geflüchtete Menschen zunehmend in Lagern isoliert werden.
Die Entrechtung von Menschen auf der Flucht ist sowohl Ausdruck als auch Treiber der Rechtsverschiebung in Deutschland und Europa – bei von Rassismus betroffenen Menschen ist die Gesellschaft schneller bereit, Entrechtung hinzunehmen. Aber diese wird nicht bei einzelnen stehenbleiben.
Wie sieht die Zukunft des Asylrechts in Deutschland aus?
Was können wir von der Situation an den Außengrenzen lernen?
Welche psychosozialen Folgen hat die Umsetzung der GEAS Reform?
Und was können wir der Ausgrenzung und dem Rechtsruck entgegensetzen?
Mit:
Dr. Kerem Schamberger& Valeria Hänsel (medico international)
Robert Nestler (Equal-Rights-Beyond Border)
Alva Träbert (Dachverband der psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Folterüberlebende (BAfF e.V.)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Vor und nach der Veranstaltung ist die Theke des „Pastel“ für Snacks und Getränke geöffnet.