07.05.2026 - 08.05.2026 | Frankfurt
Kalte Zeit. Zur Ambivalenz der Empathie

Symposium der Stiftung medico international
Die autoritären Regierungen und Bewegungen dieser Welt haben der Empathie den Krieg erklärt. Es wächst eine neue „Erlaubnisstruktur“ zum Wegsehen – vor den globalen Gefahren und dem Leid des Einzelnen. Das Symposium Kalte Zeit. Zur Ambivalenz der Empathie der Stiftung medico international wirft einen kritischen Blick auf den sich ausbreitenden Anti-Universalismus, der sich auf die Interessen der eigenen Bezugsgruppe konzentriert und die Welt außerhalb zunehmend verschwinden lässt.
Parallel dazu lässt sich ein geradezu lustvolles Hinschauen beobachten, eine zelebrierte Grausamkeit gegenüber dem Leid all jener, die als die Anderen konstruiert werden. Beide Phänomene versinnbildlichen das affektive Trennen all der Bande, die die Menschen erst zur Menschheit werden lassen. Ist es also ausreichend, dieser politischen Absage von Empathie einfach ein „Mehr Empathie wagen“ entgegen zu setzen? Sich den Ambivalenzen der Empathie zu stellen heißt, sich auch sich selbst zu stellen. Wie lernen wir inmitten der vielschichtigen Formen sozialer Kälte zu navigieren und dem solidarischen Miteinander eine praktische Entsprechung zu geben?
U.a. mit
Gilda Sahebi, Journalistin, Ärztin und Politikwissenschaftlerin
Helena Silvestre, Escola Feminista Abya Yala in Sao Paulo
Details zum Programm und zur Anmeldung folgen.