21.04.2026 | Berlin

Weltpolitik in Flammen

Ist ein Ende der Fossilen gekommen?

Mit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran wird erneut sichtbar: Die Abhängigkeit von fossilen Energien schafft keine Sicherheit – sie verschärft Konflikte, destabilisiert Märkte und treibt weltweit Preise in die Höhe. Besonders im globalen Süden führen diese Entwicklungen zu massiven Versorgungsengpässen, doch auch hier sind die Folgen längst spürbar.

Gleichzeitig entsteht international Bewegung: Ende April richtet Kolumbien die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien aus. Dort kommt eine „Allianz der Willigen“ zusammen, um konkrete Schritte in Richtung eines post-fossilen Zeitalters zu vereinbaren.

Europa steht dabei vor einer doppelten Herausforderung: zunehmende Klimakatastrophen und eine fragile Energieversorgung im Kontext geopolitischer Krisen – von der Ukraine bis zum Nahen Osten. Dennoch setzen politische Antworten in Deutschland und Europa weiterhin auf fossile und riskante Technologien wie Fracking und Atomkraft.

Dabei liegt die Alternative auf der Hand: Erneuerbare Energien sind nicht nur klimafreundlich, sondern auch krisensicher – Sonne und Wind lassen sich nicht blockieren.

Wie kann eine sozial gerechte und ökologische Energiewende gelingen – und gleichzeitig eine Antwort auf geopolitische Krisen und den politischen Rechtsruck sein?

Darüber wollen wir gemeinsam diskutieren.

Die Veranstaltung bietet Raum, um Perspektiven aus Politik und Bewegung zusammenzubringen und konkrete Ansätze für eine zukunftsfähige Energiepolitik zu entwickeln.

Wir diskutieren mit:
Luis Alvaro Pardo, kolumbianischer Ökonom, Spezialist für Bergbau-Energierecht und Verfassungsrecht in der Regierung Petro.

Susanne Götze, seit über 20 Jahren Journalistin und Autorin zu Klimathemen u.a. für Deutschlandfunk, Spiegel, und Zeit. Autorin des Buches: Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will, sich aber mit Öl und Gas abhängig macht.

Tonny Noshwin, Ökonomin, Klima- und Degrowthaktivistin aus Bangladesch, wohnhaft in Berlin.

Karin Zennig, Referentin für Klimagerechtigkeit und Südasien bei medico international. Gemeinsam mit dem ECCHR unterstützt medico eine der weltweiten ersten Schadensersatzklagen gegen fossile Konzerne auf Klimakrisenschäden.

Moderatorin: Linda Schneider, Referentin für internationale Klimapolitik der Heinrich-Böll-Stiftung

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltet von: Heinrich-Böll-Stiftung und medico international