25.03.2026 | Lippstadt

Namibia: Erased Memories, Disrupted Futures

Dokumentarfilm, Vortrag und Diskussion mit Julia Manek (medico international) und Mark Mushiva (Forensic Architecture)

2026. Deutschland gibt sich als Erinnerungs-Weltmeister. Dabei hat es den ersten kolonialen Genozid an den Ovaherero und Nama im heutigen Namibia immer noch nicht als solchen anerkannt. Stattdessen erstarkt die extreme Rechte – und mit ihr eine vergangen geglaubte Kolonialromantik. Indes wird in Namibia ein neues Energie-Megaprojekt gebaut, das die deutsche Wirtschaft entkarbonisieren könnte – mit absehbar vernichtenden Folgen für die historischen Gedenkstätten der Nama und Ovaherero.

Die Veranstaltung zeigt Filmdokumentationen, die auf historischen Quellen und mündlichen Überlieferungen basieren und Orte deutscher Kolonialherrschaft digital rekonstruieren. Der in Namibia aufgewachsene Creative-Decolonial Technologist Mark Mushiva (Forensis/Forensic Architecture), der an den filmischen Rekonstruktionen der deutschen Kolonialverbrechen maßgeblich beteiligt war, und medico-Referentin Julia Manek sind zum Filmgespräch in der Synagoge Lippstadt zu Gast. 

Eintritt: € 12
Tickets: An der Abendkasse

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Die Ferne so nah. Wie Lippstadt die Weite Welt kennenlernte“ des Stadtmuseums Lippstadt. Die Ausstellung findet in der Städtischen Galerie im Rathaus statt und wurde bis zum 14. Juni 2026 verlängert.