Gesundheit ist immer auch ein Indikator für soziale Ungleichheit. So ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung in Südafrika auch drei Jahrzehnte nach dem Ende des Apartheid-Regimes noch immer ein Privileg, das in hohem Maß an die Hautfarbe geknüpft ist. Neu ist, dass sich zunehmend rechtsextreme Gruppen formieren, die Stimmung gegen Migrant:innen machen und diese von medizinischer Behandlung ausschließen wollen – sogar durch gewaltvolle Übergriffe in Krankenhäusern.
Die medico-Partnerorganisationen Sinani, PHM und Khanya College stellen sich reaktionären Tendenzen und krankmachenden Verhältnissen mit ihrer Arbeit entgegen. Kernelement sind dabei die in Gesundheitsforen organisierten Community Health Activists, die in marginalisierten Gemeinden gesundheitspolitische Aufklärung leisten und diese in die Lage versetzen, strukturelle Probleme zu benennen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Daneben unterstützen die medico-Partner:innen auch die landesweiten Arbeitskämpfe von Gesundheitsarbeiter:innen, die in ihren Gemeinden unerlässliche Basisarbeit leisten.
Dieser Beitrag erschien zuerst im medico rundschreiben 01/2026. Das Rundschreiben schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Jetzt abonnieren!

