Indonesien

Lokal versus global

31.05.2026   Lesezeit: 1 min  
#klimagerechtigkeit 

Gegen die Zerstörungen durch den Nickelabbau

Nickel ist einer der heißen Rohstoffe des so genannten grünen Kapitalismus. Allein wegen der Verwendung in Batterien von Elektroautos steigt die globale Nachfrage rasant. Das hat die nickelreiche Region Zentralsulawesi in Indonesien in den Fokus der Rohstoffindustrie gerückt – mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung. Arbeiter:innen in den Minen und Schmelzen sind Ausbeutung und gesundheitsgefährdenden, teils lebensbedrohlichen Bedingungen ausgesetzt. Abbau und Weiterverarbeitung sorgen für Vertreibungen und zerstören unabhängige Einkommensquellen. Von der Luft- und Wasserverschmutzung ist auch die lokale Bevölkerung im Umland der Fabriken betroffen. So ist die Rate von Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten enorm angestiegen. Doch der Widerstand wächst. Zahlreiche kleine Gewerkschaften setzen sich für sicherere Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung ein. Bewohner:innen im Umland der Fabriken kämpfen gegen Landraub und Umweltzerstörung. 

Unterstützt werden sie von der medico-Partner organisation Yayasan Tanah Merdeka (YTM). Sie wendet sich gegen die Ausweitung des Nickelabbaus, setzt sich für die Schließung illegaler Minen ein und stärkt die Widerstandskampagnen vor Ort. Ziel ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der Menschen in der Region dient – und nicht dem globalen Ressourcenhunger. 

Dieser Beitrag erschien zuerst im medico rundschreiben 02/2026. Das Rundschreiben schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Jetzt abonnieren!


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