Weltsozialforum in Benin

Gegengipfel in Kurz

15.09.2026   Lesezeit: 1 min

Zivilgesellschaft zwischen Restriktion und Selbstorganisation

Auf dem Höhepunkt der Protestbewegung gegen eine neoliberale Globalisierung fand 2001 als Gegengipfel zum Davoser Weltwirtschaftsgipfel das erste Weltsozialforum statt. Damit entstand ein Format zum globalen zivilgesellschaftlichen Austausch über Fragen sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Menschenrechte und internationale Solidarität.

Zur 18. Auflage im August in Benin wurden 50.000 Teilnehmer:innen aus über 50 Ländern erwartet, darunter auch viele medico-Partnerorganisationen. Doch die beninische Regierung verbot kurzfristig das Forum und verhinderte die An- bzw. Weiterreise vieler Delegationen. Daraufhin stellten die Aktivist:innen rasch selbstorganisierte, dezentrale Treffen und Panels vor Ort auf die Beine, auch mit der Unterstützung von medico. Es ging um Landrechte, Extraktivismus, Migration und um gemeinsame Strategien angesichts globaler Krisen und zunehmender Repression. Das eigentlich geplante Forum fand dann doch noch statt – verkürzt und verspätet. Auch auf dem afrikanischen Kontinent stehen die Zeichen vielerorts auf Autoritarismus. 

Dieser Beitrag erschien zuerst im medico rundschreiben 03/2026. Das Rundschreiben schicken wir Ihnen gerne kostenlos zu. Jetzt abonnieren!


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