Grundsätze


Verhaltenskodex für Mitarbeiter/innen und Beschäftige von medico International e.V.

Ziel des Verhaltenskodex:

Ziel des Verhaltenskodex ist es, die Transparenz, die Verantwortlichkeit und die Handlungsprinzipien in den Tätigkeiten von medico international durch eine freiwillige und selbsttätige Regelung zu fördern und die Qualität der Arbeit zu verbessern.

Zweck und Aufgaben von medico international:

medico international streitet für das Menschenrecht auf den bestmöglichen Zugang zur Gesundheit. Dabei unterstützen wir Partnerinnen und Partner vorrangig in Afrika, Asien und Lateinamerika in ihrem Bemühen um wirtschaftliche, soziale und kulturelle Lebensbedingungen, die jedem Menschen das ihm erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ermöglichen. Insbesondere steht medico Menschen in Not und Armut, darunter Flüchtlingen und Kriegsopfern, solidarisch zur Seite.

Prinzipen des Verhaltenskodex:

1.  Die Arbeit von medico international ist partnerorientiert

1.1. Im Zentrum der Arbeit von medico stehen die Menschen, die wir unterstützen: Unsere Loyalität und Verantwortung gilt in erster Linie den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten. Es sind deren Bedürfnisse und Rechtsansprüche, die wir zur Grundlage unserer Unterstützungsprogramme machen.

1.2. Eigenständigkeit und Eigentum: Ziel unserer Arbeit ist es, die Partner zu eigenständigen Problemlösungen zu ermächtigen. Derart fördern wir die Entwicklung von Selbständigkeit und entsprechen dem Recht der Menschen auf volle Partizipation in allen Entscheidungen, die Ihr Leben betreffen.

1.3. Menschenrechte: Wir verpflichten uns, die Rechte der Menschen in Übereinstimmung mit dem Internationalen Recht zu respektieren, zu schützen und zu fördern.
 
1.4. Vertrauen: Wir bemühen uns um das Vertrauen der Partner, mit denen wir zusammenarbeiten.

1.5. Partizipation und Nichtdiskriminierung: Wir streben danach, die Mitglieder unserer Partner unabhängig von Alter und Geschlecht in größtmöglicher Weise in die Konzeption, Durchführung und Auswertung der Projekte und Programme einzubeziehen.
 
1.6. Respektierung lokaler Kultur und traditionellen Wissens:  Wir achten die Würde der Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, und respektieren dabei Kultur, Werte und traditionelles Wissen. Aus dem Gebot der Achtung fremder Kultur, folgt jedoch nicht, dass wir Handlungen dulden und  unterstützen, welche die Menschenrechte einzelner Personen oder Gruppen untergraben.

2. medico international setzt sich für die nachhaltige Wirkungen ein

2.1. Wirksamkeit:  Ziel unserer Arbeit ist die dauerhafte Überwindung von Not und Unmündigkeit.  Wir bemühen uns um größtmögliche Effektivität unserer Arbeit und vermeiden jede Form der Ressourcenverschwendung.

2.2. Nachhaltigkeit: Wir bemühen uns um nachhaltige Wirkungen und dabei um Lösungen, die von den Partnern in Eigenregie weitergeführt werden können und mit ihren langfristigen Entwicklungszielen korrespondieren.
 
2.3. Umweltschutz: Mit der natürlichen Umwelt gehen wir verantwortungsvoll um. Wir bemühen uns um den Erhalt und die Pflege bestehender Öko-Systeme.

2.4. Überprüfung und Evaluierung:  Wir bemühen uns darum, alle unsere Programme hinsichtlich ihrer Wirkungen zu überprüfen. Evaluierungsberichte stehen in der Regel Spendern, Geldgebern und allen Interessierten offen. Wir verpflichten uns, sie insbesondere den Partnern zugänglich zu machen.

3. medico international setzt sich für Transparenz und Verantwortlichkeit ein

3.1. Transparenz:  Wie bemühen uns um eine weitestgehende Transparenz der internen Abläufe.
 
3.2. Verantwortlichkeit: Wir verpflichten uns zu einem sachgerechten Finanzgebaren, das im Einklang mit bestehenden Gesetzen und Vorschriften steht.
Wir sind wahrhaft und ehrlich in allen Handlungen, die mit dem Einwerben, der Beantragung, der Verwendung und Abrechnung von Finanzmitteln zu tun haben.
Wir sorgen für eine nachvollziehbare Finanzbuchhaltung und für Beschaffungsverfahren sowie organisatorische Abläufe, die den zweckmäßigen Gebrauch von Ressourcen sichern.

3.3. Rechenschaftslegung: Wir informieren über unsere Ziele und Aktivitäten. Wir publizieren einen Finanz- und  Tätigkeitsbericht, der auf Anfrage allen zur Verfügung steht und dessen wesentlichen Aussagen auf unserer Homepage jederzeit einsehbar ist. Wir nutzen jede Gelegenheit, um die Öffentlichkeit über unsere Arbeit sowie die Quellen und die Verwendung unserer Ressourcen zu informieren.

4.  medico international setzt sich für eine verantwortungsvolle interne Organisation ein

4.1. Dokumentation: Die Ziele, Aufgaben und Grundsätze von medico international sind ebenso wie die Organisationsstruktur in schriftlichen Dokumenten eindeutig definiert.

4.2. Chancengleichheit:  Entscheidungen über Beschäftigungsverhältnisse und die Beförderung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden vom Prinzip der Chancengleichheit geleitet.

4.3. Beschäftigungsverfahren: In unserer Personalpolitik achten wir bestehendes Arbeitsrecht sowie die Grundsätze der ILO (International Labour Organisation). Wir bieten Arbeitsplätze auf der Grundlage angemessener Löhne und ordnen Aufgaben dem individuellen Leistungsvermögen zu.
Sofern Kündigungen unumgänglich sind, bieten wir Kündigungsfristen an, die sowohl für Mitarbeiter als auch für die Organisation selbst adäquat sind und die dem jeweils aktuell geltenden Arbeitsrecht
nicht widersprechen.

4.4. Keine Interessenkonflikte: Die geschäftlichen Handlungen von medico sind frei von persönlichen und  professionellen Interessenkonflikten. Die Arbeit der Vorstandsmitglieder ist ehrenamtlich und nicht vergütet. Aufwandsentschädigungen können erfolgen.

5. medico international setzt sich für Wahrhaftigkeit, Integrität und Kosteneffizienz ein

5.1. Wahrhaftigkeit: Wir sind wahrhaft und ehrlich in allen unseren professionellen Aktivitäten.
 
5.2. Integrität:  Wir sehen sowohl im Binnen- wie auch im Außenverhältnis von Praktiken ab, welche die ethische Integrität unserer Organisation untergraben. Wir verpflichten uns, das Verbot und die Ächtung von Diebstahl, korrupten Methoden, Nepotismus, Bestechung oder Handel mit Illegalen Substanzen einzuhalten. Wir nehmen Spendengelder und Finanzmitteln nur von solchen Quellen an, deren Zielsetzung mit unseren Zielen und Aufgaben übereinstimmt bzw. unsere Identität und Unabhängigkeit nicht untergräbt.
 
5.3. Kosteneffizienz: Wir nutzen die uns zur Verfügung gestellten Mittel in größtmöglicher Kosteneffizienz. Wir verpflichten uns, Verschwendung und unnötige Kosten zu minimieren, um die uns übertragenen Ressourcen im größtmöglichen Umfang jenen Menschen weitergeben zu können, die ihrer bedürfen.

6. medico international setzt sich für die Vermeidung von Betrug innerhalb der Organisation ein

6.1. Recht und Verhalten: Alle Angestellten von medico international sind verpflichtet, sich an lokale Regeln und Gesetzgebungen zu halten. Sie sind zu einem Verhalten angewiesen, das keinen Zweifel an der Unrechtmäßigkeit von Korruption lässt. Korruption darf weder toleriert noch unterstützt werden. Falls ein Mitarbeiter im Kontakt mit einem Dritten die Gefahr möglicher Korruption sieht, so ist dieser angewiesen, einen weiteren Kollegen für alle folgenden Gespräche als Zeugen hinzuzuziehen.

6.2. Bestechung:  Bestechung ist ebenso wie die Annahmen von Bestechungen jeglicher Art verboten. Bestechung wird definiert als zur Verfügungsstellung eines Gegenstandes oder einer Handlung, die darauf ausgelegt ist, die Entscheidung der betroffenen Person zu beeinflussen. Sogar das Versprechen eines solchen Geschenkes zählt als Bestechung, egal ob der Gegenstand oder die Leistung direkt oder indirekt gegeben bzw. vollbracht wurde. Dies beinhaltet das Geben von Geschenken an Familienmitglieder oder Freunde des Entscheiders, es sei denn, es besteht ein legitimer Grund für solch ein Geschenk.

6.3. Dokumentation und Meldepflicht: Die Mitarbeiter von medico sind verpflichtet, jede Art von Korruption zu vermeiden und diese zu dokumentieren. Über etwaige Fälle und konkrete Anzeichen von Korruption sind die Leitungsgremien der Organisationen sofort zu unterrichten. Ansonsten vereinbarte Kommunikationswege müssen hierbei nicht befolgt werden. Mitarbeiter, die Korruption aufdecken, werden ausdrücklich vor negativen Konsequenzen durch die Organisation oder andere Mitarbeiter geschützt. Vertraulichkeit ist garantiert

6.4. Partner: Projekt und Vertragspartner sind darauf hinzuweisen, dass medico keine Art von Korruption akzeptiert.

6.5. Umgang mit Befangenheit bei Entscheidungsfindungen: Alle Mitarbeiter sind gehalten, im Falle von Entscheidungen zu prüfen, ob ein Konflikt zwischen persönlichen Interessen (bzw. denen der Familie oder von Freunden) und denen von medico besteht. Falls solch ein Interessenkonflikt besteht, muss die nächst höhere Ebene in der Hierarchie um Rat gefragt werden. Diese muss  entscheiden, ob die Entscheidungskompetenz auf einen anderen Mitarbeiter übertragen werden soll.  

6.6. Geteilte Verantwortung:  Alle Mitarbeiter teilen die Verantwortung zur Vermeidung von Korruption. Daher sind alle Mitarbeiter aufgerufen, die Leitungsstrukturen auf Verfahrensabläufe hinzuweisen, die Korruption fördern bzw. möglich machen könnten, und Verbesserungsvorschläge einzureichen.

7. medico international setzt sich für kulturelle Vielfalt, Gerechtigkeit, die Förderung von Minderheiten und die Nichtdiskriminierung von sozialen Gruppen ein

7.1. Freiheit: Unter Achtung der universellen Menschenrechte ist medico um den Erhalt und die Förderung der freien politischen und kulturellen Entfaltung bemüht.

7.2. Gleichheit: Wir streben danach, dem Gleichheitsgrundsatz auch in den internen Beziehungen Geltung zu verschaffen. Insbesondere sind wir darum bemüht, Unterprivilegierte, Behinderte und Menschen andere Randgruppen in unsere Initiativen einzubeziehen.  

7.3. Gleichberechtigung: Wir anerkennen und schätzen die unterschiedlichen Verhaltensweisen, Aspirationen und Bedürfnisse von Frauen und Männern. Beide Geschlechter sind in Bezug auf ihre  Rechte und Chancen, im Kontext von Erfolg und Pflichten gleichgestellt.
 
7.4. Keine Diskriminierung: Weder die Personalpolitik noch das Training von Mitarbeitern darf von diskriminierenden Absichten geleitet werden. Das Geschlechterverhältnis innerhalb der Organisation soll balanciert sein.

7.5. Förderung von Minderheiten: Wir streben danach, Minderheiten zu schützen und besonders zu fördern.
 
7.6. Umgang mit Kinderarbeit: medico international ist darum bemüht, dass Kinder, von denen bekannt wird, dass sie Kinderarbeit verrichten, eine qualitative Ausbildung bekommen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht nachts und unter gefährlichen Bedingungen eingesetzt werden.  

7.7 Internationale Arbeitsorganisation: medico international anerkennt die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)

8.  medico international ist um capacity building und empowernment der Menschen und Partner vor Ort bemüht

8.1. Capacity Building: Wir nehmen jede Gelegenheit wahr, die lokalen Partner und die Menschen in den Projektländern in ihrem Vermögen und ihren Kapazitäten zu stärken. Das beginnt mit der Befähigung der Partner zu eigener Bedürfnisanalyse, Prioritätendefinition und der Planung effektiver
Aktionen.

8.2. Beratung:  Unseren Partner, aber auch lokalen Behörden stehen wir beratend mit der Ziel einer nachhaltigen Entwicklung zur Seite.

8.3. Zukunftsfähigkeit: Wir helfen bei der Entwicklung und Koordination von Projekten mit dem Ziel der Zukunftsfähigkeit, die voraussetzt, dass alle Aktivitäten möglichst rasch von den Partnern selbst übernommen werden können.

8.4. Physische und technische Ressourcen: Wo immer es möglich ist, ziehen wir den lokalen Einkauf von Mitteln und technischen Ressourcen dem Import solcher Mittel vor.

8.5. Adäquate Technologien: Wir fördern die Nutzung von angepassten Technologien, die den Partners selbst gehören und auch von Ihnen auch selbst instand gehalten werden können.

Diese Regelung tritt durch Beschluss des Geschäftsführenden Gremiums vom 20.3.2006 in Kraft.

Thomas Gebauer
Geschäftsführer

März 2006


Korruptionsprävention

Leitfaden für die Arbeit von medico international

Vorwort

Medico International streitet mit seiner Arbeit für das Menschenrecht auf bestmögliche Verwirklichung von Gesundheit. Zu den Grundsätzen der Arbeit von mi zählen Partnerorientierung, Verlässlichkeit, Ursachen bezogene Arbeit, Entwicklungsorientierung und das Bemühen um größtmögliche Transparenz.
Rechenschaftspflicht und Transparenz sind die entscheidenden Voraussetzungen zur Verhinderung von Korruption. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt mi seit 1992 die Einhaltung geltender Standards zu Rechenschaft und Transparenz sowie eine zweckgerichtete und wirksame Mittelverwendung.

Dieser Leitfaden soll gleichermaßen eine präventive Funktion haben und Risiken erkennbar machen als auch durch klare Vorgaben Handlungsorientierung geben. Die Glaubwürdigkeit gegenüber Partnern, Zielgruppe und Spendern soll damit weiter gestärkt werden.

1. Geltungsbereich

Die Vorgaben des Leitfadens gelten, soweit im Einzelnen nichts anderes bestimmt wurde, für: 

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland, in den Außenstrukturen und den Auslandsprojekten   
  • nationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Partnerprojekten i.R. der Zusammenarbeit mit mi  
  • Mitglieder des Vorstands  
  • Gutachter und sonstige freiberuflich arbeitende Personen, die im Rahmen von Werk- oder Honorarverträgen für mi tätig werden.

Die Leitlinien werden wie der Code of Conduct, in dem ebf. Bezug auf Korruptionsvermeidung genommen wird, Bestandteil der Arbeits-, Honorar-, Werk- und Partnerverträge. Verstöße gegen die Leitlinien können zur fristlosen Kündigung der Verträge und der Beendigung der Zusammenarbeit führen.

2. Definition von Korruption

Im Kontext des Leitfadens wird Korruption definiert als Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Vorteil. Dazu gehören das Anbieten, Geben, Verlangen oder Annehmen von Geschenken, Darlehen, Belohnungen, Provisionen oder irgendeines anderen Vorteils an eine oder von einer dritten Person, als Anreiz dazu, im Rahmen der normalen Arbeitsbeziehungen etwas zu tun, was unredlich, illegal oder ein Vertrauensbruch ist.  
Weiterhin zählt die Veruntreuung von Projektmitteln für geänderte nicht abgesprochene Verwendungszwecke, Nepotismus (Vetternwirtschaft), Patronage, das Fälschen von Belegen und die Zahlung sog. Beschleunigungsgelder als Korruption i.S. des Leitfadens.  
Zur Korruption werden u. a. folgende Straftaten gezählt: Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung und Vorteilsnahme, Betrug und Untreue, Wettbewerb beschränkende Absprachen und Geldwäsche.

3. Verhaltensregeln

Die unter 1. genannten Personengruppen verpflichten sich, folgende Richtlinien einzuhalten: 

  • Korruption in jeder Form, ob direkt oder indirekt, ist verboten. Dazu zählen auch der Rückfluss von Teilen einer vertraglichen Zahlung („kickback“), das Nutzen anderer Wege oder Kanäle für unzulässige Leistungen an Auftragnehmer, Lieferanten, Partner, deren Beschäftigte oder an öffentliche Amtsträger sowie die Annahme von Bestechungsgeldern oder kickbacks durch oder zugunsten von Angehörigen.  
  • Die Zahlung von Schmiergeldern oder anderer Zuwendungen mit dem Ziel, einen behördlichen Vorgang, auf den ein Anspruch besteht, sicherzustellen oder zu beschleunigen, ist zu unterlassen.  
  • Das Anbieten oder Annehmen von Geschenken, von Bewirtung oder von Spesenvergütung ist verboten, soweit diese das Zustandekommen von Geschäften wettbewerbswidrig beeinflussen können und den Rahmen vernünftiger und  angemessener Aufwendungen überschreiten. Das Gleiche gilt für die Beeinflussung des Zustandekommens von Projektkooperationen.  

4. Anforderungen an mi

MI verpflichtet sich, den Leitfaden zur Bekämpfung von Korruption anzuwenden und erkennbare Interessenskonflikte auszuschließen: 

  • Der Vorstand macht den Leitfaden zum Gegenstand seiner Politik, stellt die notwendigen Ressourcen bereit und unterstützt die Geschäftsführung aktiv bei der Umsetzung.  
  • Die Geschäftsführung trägt dafür Sorge, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Inland, in den Außenstrukturen und den Auslandsprojekten die Geschäftsgrundsätze kennen und beachten. Problembewusstsein muss aktiv gefördert werden.  
  • Es wird klar kommuniziert, dass keiner Mitarbeiterin und keinem Mitarbeiter ein Nachteil daraus erwächst, wenn er/sie sich weigert, Bestechungsgelder zu zahlen / Bestechungsleistungen zu erbringen.  
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dazu ermuntert, Zuwiderhandlungen und Bedenken so früh wie möglich anzuzeigen. Zu diesem Zweck werden sichere, leicht zugängliche und vertrauliche Informationskanäle eingerichtet. Erste Anlaufstelle bei organisationsexternen Vorkommnissen ist der Geschäftsführer und bei organisationsinternen Vorkommnissen die/der Vorsitzende des Vorstands bzw. seine/ihre Stellvertretung (Whistleblowing)  
  • Partnerorganisationen werden insbesondere zu Beginn der ersten gemeinsamen Projektarbeit hinsichtlich der Einhaltung der Grundsätze angemessen informiert. Medico behält sich Rückzahlungsforderungen vor. Auf Kontrollstrukturen bei den Partnern wird geachtet. Für vor Projektbeginn absehbare Projektfinanzierungslücken bei den Partnerorganisationen müssen Lösungswege besprochen werden. Den Partnern ist zu vermitteln, dass im Falle unvorhergesehener Finanzierungslücken, das Gespräch gesucht werden sollte, um gemeinsam nach angemessenen Lösungen zu suchen.  
  • Bei Verletzung der Richtlinien durch Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter von mi oder der Partnerorganisationen sind disziplinarische oder vertragsrechtliche Sanktionen (Abmahnung, Kündigung, Beendigung der Kooperation etc.) vorgesehen.  
  • MI gestaltet seine Beschaffungspraxis fair und transparent und beachtet die Richtlinien bei der Nutzung öffentlicher Mittel.  
  • Jedem Hinweis auf Korruption wird nachgegangen. Nach einer Abschätzung der Stichhaltigkeit des Vorwurfs werden die Schritte zur Aufklärung festgelegt. Die Federführung liegt bei einer verfahrensexternen Instanz, die sofern die Geschäftsstelle berührt ist, von der Vorstandsvorsitzendem festgelegt wird. Der Vorstand wird in jedem Fall zeitnah und umfassend informiert.

5. Ansprechpartner

Ansprechpartner für Rückfragen ist der Geschäftsführer

Frankfurt, 29.Juli 2008

Thomas Gebauer,  
Geschäftsführer


Transparenzverpflichtung

Hier finden Sie eine Informationsübersicht über medico international, die den Vorgaben der Initiative Transparente Zivilgesellschaft entspricht.

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr


2. Vollständige Satzung sowie Angaben zu den Zielen unserer Organisation


3. Datum des jüngsten Bescheides vom Finanzamt über die Anerkennung als gemeinnützige Körperschaft


4. Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger:


5. Tätigkeitsbericht


6. Personalstruktur

 
7. Angaben zur Mittelherkunft

 
8. Angaben zur Mittelverwendung


9. Gesellschaftliche Verbundenheit mit Dritten

Selbstständige stiftung medico international; § 2, Abs. 2. der Satzung: „Der Stiftungszweck wird überwiegend verwirklicht durch die materielle und ideelle Förderung des Vereins medico international e.V. sowie durch die Weitergabe von Mitteln nach § 58 Nr. 1 der Abgabenordnung.“

Die fünf wichtigsten Verbandsmitgliedschaften von medico: Bündnis Entwicklung Hilft (BEH), Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO), Deutscher Paritätischer Gesamtverband, People’s Health Movement (PHM), Medicus Mundi International (mmi).
 

10. Namen von juristischen und natürlichen Personen, deren jährliche Zahlungen mehr als 10 Prozent des Gesamtjahresbudgets ausmachen

  • 2010: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland  
  • 2011: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
  • 2012: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland und The European Commission's Humanitarian aid and Civil Protection Department (ECHO)
  • 2013: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland
  • 2014: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • 2015: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland und Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Mehr Informationen zur Initiative Transparente Zivilgesellschaft


Ombudsperson

Die Ombudsperson - unabhängige/r Ansprechpartner/in für Vereinsmitglieder, Projektpartner und Mitarbeiter/innen

Mit der Bestellung einer Ombudsperson bei medico international e.V. ist eine unabhängige Instanz geschaffen worden, die im Rahmen ihrer Funktion medico international e.V. in der Vermeidung von Korruption und der Bekämpfung von Fehlentwicklungen und Missständen unterstützt.

Vereinsmitglieder, Projektpartner und Mitarbeiter/innen, die der Ansicht sind, dass sie Beschwerde führen müssen über (drohende) Korruption oder Missstände bei medico international e.V., seinen Partnern/Projektträgern oder bei den von medico international e.V. geförderten Projekten, können sich an die Ombudsperson wenden und um Klärung der aufgeworfenen Fragen bitten. Die Ombudsperson soll insbesondere dann als Ansprechpartner/in genutzt werden, wenn andere schon bestehende Beschwerdewege und Kontaktmöglichkeiten in der Organisation nach Meinung der Beschwerde führenden Person sich als nicht ausreichend erwiesen haben.

Die Ombudsperson ist neutral, unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Sie ist ehrenamtlich tätig und erhält abgesehen vom Ersatz der für die Tätigkeit notwendigen Auslagen keine Vergütung.

Kontakt zur Ombudsperson:

Marie-Luise Rössel-Cunovic 
Diplom-Pädagogin, Familientherapeutin, Supervisorin
Email: ombudsperson@ medico.de

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