23.10.2026 | Frankfurt
Völkerrecht am Ende?

Afrikanische Strategien und Ressourcen für eine Zukunft jenseits des Imperialismus
Angriffskriege, erpresste Deals, Zollkriege, Unterminierung multilateraler Institutionen... sind nur einige der Manifestationen der gegenwärtigen ungeordneten Welt. Die Welt von Regeln und gemeinsamen Prinzipien scheint nun auch für die vorbei zu sein, die bisher von ihnen profitiert haben. Es scheint die improvisierte und nackte Kunst der realen Machtverhältnisse zu regieren. Stimmt das? Wir wollen einen genaueren Blick auf gegenwärtige Dynamiken werfen:
- Widerstand lohnt sich! So wurden einige der US-Zölle inzwischen zurückgenommen; zugleich stehen manche der Rohstoffexporteure heute besser da als zu Beginn des Zollkrieges.
- Wer sich spalten lässt, verliert. Einige afrikanische Länder ließen sich auseinanderdividieren – und stärkten dadurch imperiale Kräfte
Der afrikanische Kontinent verfügt über materielle, intellektuelle und spirituelle Ressourcen, um eine Zukunft jenseits der Diktate des Imperialismus zu wagen. Dafür bedarf es:
- einer Rückbesinnung auf die eigenen Traditionen des Widerstands, um einen eigenen Platz in sich verändernden Welt zu finden. Existieren heißt, Widerstehen.
- strategische, panafrikanische Kooperation, um fremde Einmischungen und interne Konflikte zu minimieren.
- einer Wahrnehmung der eigenen intellektuellen und spirituellen Ressourcen, um eine andere Welt zu imaginieren, jenseits von Zerstörung und Konkurrenz.
Afrika Neu Denken 2026 will afrikanische Positionierungen in Zeiten der weiteren Aushöhlung des Völkerrechts in den Blick nehmen und nach zukunftsfähigen Strategien fragen. Diese Auseinandersetzung soll Diaspora und Solidaritätsgruppen dazu dienen, alte Wege zu überprüfen und neue Ansätze zu finden. Ebenso möchte die Konferenz am afrikanischen Kontinent interessierten Menschen Einblicke in Verhandlungen und Debatten geben.
Programm
16:30: Ankommen - Come together
17:00: Begrüßung und Einführung
17:15: Vortrag:
Afrikanische Gestaltungsmacht in Zeiten erodierenden Völkerrechts und einer sich wandelnden Weltordnung. Mit Harry Kamboni
17:45: Diskussion
18:15: Pause
18:30: Workshops
- Afrikanische Strategien in Zeiten geopolitischer Spannungen mit Harry Kamboni
- Diaspora in Zeiten des Umbruchs mit Charlotte Njikoufon
- Zukunft gestalten?! mit Black Academy e.V.
- Förderprojekt Dekolonialität mit Tzehaie Semere
20:00: Abschlussplenum
20:30: Abendessen und Networking
Referent:innen
Harry Kamboni, Mitglied des Parlaments von Sambia
Charlotte Njikoufon von Kone, Netzwerk zur Förderung Kommunikativen Handelns e. V.
Black Academy e.V.
Tzehaie Semere, Zentrum Oekumene EKHN und EKKW
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstaltet von: medico international, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Entwicklungspolitisches Netzwerk (epn), Ubuntu Haus, Projekt Moses, Evangelische Akademie und Evangelische Studierendengemeinde, Zentrum Oekumene