15.10.2026 | Nürnberg
The Ovaherero and Nama Genocide

Transformation, Recovery and Justice
Der koloniale Völkermord an den Ovaherero und Nama durch die Truppen des Deutschen Kaiserreichs gilt als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts. Die systematische Gewalt – Massaker, Verdurstenlassen, Konzentrationslager, Enteignung und Zwangsarbeit – tötete 80 Prozent der Ovaherero-Bevölkerung. Solche massiven Traumatisierungen hinterlassen Spuren, die über Generationen wirken.
Marcella Katjijova ist Nachfahrin überlebender Ovaherero und leitet den Bereich „Intergenerational Trauma and Recovery“ der Global Ovaherero Genocide Foundation. In den ländlichen Gebieten Namibias arbeitet sie zur Transformation intergenerationeller Traumata, Bindung, Sucht, Zielsetzung und Fragen der psychischen Gesundheit. Dabei setzt Marcella Katjijova an den gesellschaftlichen Wurzeln psychischer Reaktionen an und öffnet sichere Räume, um das Stigma rund um psychische Gesundheit aufzubrechen.
Nach einer Einführung bietet die Diskussion die Möglichkeit, Fragen zu stellen, gemeinsame Perspektiven zu erkunden sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen therapeutischer Praxis in Deutschland und in Namibia zu beleuchten.
Mit Marcella Katjijova (Global Ovaherero Genocide Foundation, Namibia)
Moderation: Julia Manek, medico international
Die Veranstaltung wird auf englisch stattfinden.
Bei Bedarf können Fragen oder einzelne kurze Passagen übersetzt werden.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstaltet von: medico-Ortsgruppe Nürnberg