In den letzten Stunden haben die HTS und ihnen nahestehende Milizen alle Städte und Gebiete westlich des Euphrats eingenommen, bis nach Deir Ez Zor.
Auch die Stadt Tabqa, wo in den vergangenen Tagen ein notdürftiges Auffanglager für kurdische Geflüchtete aus Shebha und Aleppo stand, ist unter Kontrolle von HTS und türkei-nahen Milizen. Hunderte kurdische Familien aus Tabqa sind heute Morgen in Qamishlo angekommen. Die Menschen werden von der medico-Partnerorganisation Kurdischer Roter Halbmond versorgt.
Die nächsten Stunden werden entscheidend. Inzwischen hat die HTS stellenweise den Euphrat überquert und steht vor Raqqa. Dort sind viele IS-Kämpfer inhaftiert und schon in Tabqa wurden IS-Gefangene freigelassen. Trotz eines Dekretes von Regierungschef al-Scharaa, in dem er den Kurd:innen ihre Rechte zusichert, geht die Offensive gegen SDF und die Selbstverwaltung Nordostsyriens weiter. So kann es keine Einigung und kein friedliches Zusammenleben geben.
Sollten die HTS und türkei-nahen Milizen weiter vorrücken wird es zur Massenflucht kommen: eine humanitäre Katastrophe und ein direkter Angriff auf das demokratische Rojava.
Jetzt spenden und die Nothilfe der medico-Partner:innen für die Vertriebenen in Nordostsyrien unterstützen!




