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Erinnern in Afghanistan: Die AHRDO-Memory Boxes

Die medico-Partnerorganisation AHRDO bringt Überlebende zusammen, die sich erinnern und gegenseitig Rechenschaft ablegen.

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Der furchtbare Krieg in Afghanistan geht in sein viertes Jahrzehnt, ein Ende ist nicht abzusehen. Die medico-Partnerorganisation Afghanistan Human Rights and Democracy Organisation (AHRDO) bringt vor Ort Überlebende zusammen, die sich erinnern und gegenseitig Rechenschaft ablegen.

Dazu gehören die „Memory Boxes“, in denen Hinterbliebene die Hinterlassenschaften von nahen Verwandten präsentieren, die den Krieg nicht überlebt haben. Sechs dieser Erinnerungskisten wurden im Juni 2018 im medico-Haus öffentlich ausgestellt.

Die Kooperation mit AHRDO ist für medico nicht nur in der Arbeit vor Ort von Bedeutung, sondern auch, weil wir auf die Hilfe unserer afghanischen Partner*innen angewiesen sind, um gegen die menschenrechtswidrige und wortwörtlich mörderische Abschiebepolitik Deutschlands Partei ergreifen zu können. Bekanntlich schiebt die deutsche Regierung hier lebende Menschen afghanischen Hintergrunds immer wieder in ihr kriegsdurchherrschtes Herkunftsland ab und nötigt außerdem eine steigende Anzahl dieser Menschen zur sog. „freiwilligen Rückkehr“. Darüber hinaus hat die deutsche Regierung mit den anderen EU-Ländern der Regierung in Kabul die Unterschrift unter ein Abkommen zur Rücknahme in Europa lebender Afghan*innen abgepresst, in dem sie unverhohlen mit der Streichung finanzieller Hilfen gedroht hat. In blanker Menschenverachtung trägt diese Abkommen den Titel „Joint Way Forward“: gemeinsamer Weg voran.

Im Film sprechen AHRDO-Geschäftsführer Hadi Marifat und der medico-Menschenrechtsreferent Thomas Rudhof-Seibert zur Arbeit von AHRDO.


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