50 Jahre medico

Ausstellungen im neuen medico-Haus

Besuchen Sie unsere Ausstellungen im neuen medico-Haus mit Ihrer Gruppe oder Schulklasse!

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Through Their Eyes

Geflüchtete im Libanon und in Deutschland fotografieren ihren Alltag
 

Geflüchtete und Jugendliche aus Frankfurt kommen in einem Fotoworkshop mit dem Künstlerinnenkollektiv Jungleye zusammen, teilen ihre Erfahrungen und Wünsche. Mit ihren verschiedenen Ansichten, Erinnerungen und Vorstellungen schaffen sie gemeinsam ein neues Gesicht Europas.

Die im Workshop entstehenden Collagen ergänzen die Ausstellung mit Fotografien von Geflüchteten im Libanon. In einem Fotoprojekt ermöglichten der libanesische medico-Partner Amel und Jungleye syrischen Frauen und Kindern, ihre Realität zu zeigen: Behind Closed Doors. Hier wie dort geben die Fotos Antwort auf Fragen wie: Wie leben Geflüchtete? Wie sieht ihr Alltag aus? Welche Hoffnungen und Wünsche haben sie? Wie kann Zusammenleben gestaltet werden?

Ausstellung nach Anmeldung zugänglich 19.-23.2. und 26.2.-2.3.2018 jeweils 10-16 Uhr
Anmeldung unter info@ medico.de oder 069/94438-0. Eine Begleitung von Gruppen durch medico-MitarbeiterInnen ist möglich.

Eröffnung: Donnerstag, 15.2.2018, 18 Uhr, anschließend Podiumsdiskussion


Was und wie erinnern?

Kriegsüberlebende und Geflüchtete in Afghanistan und Deutschland denken zurück
 

Der Krieg in Afghanistan geht in sein viertes Jahrzehnt, ein Ende ist nicht abzusehen. Die medico-Partnerorganisation Afghanistan Human Rights and Democracy Organisation (AHRDO) bringt vor Ort Überlebende zusammen, die sich erinnern und gegenseitig Rechenschaft ablegen. In „Memory-Boxes“ stellen sie Hinterlassenschaften von nahen Verwandten aus, die den Krieg nicht überlebt haben.

Ergänzt wird die Ausstellung mit Exponaten aus der „Bibliothek der Generationen“, einem künstlerischen Erinnerungsprojekt im Historischen Museum Frankfurt. Beiträge von Frankfurterinnen und Frankfurtern aus der deutschen Nachkriegszeit und von jugendlichen unbegleiteten Geflüchteten, die heute in der Stadt leben, regen zum Dialog über Generationen und Kontinente hinweg an und schaffen Raum für Erinnerung.

Ausstellung nach Anmeldung zugänglich 4.-8.6. und 11.-15.6.2018 jeweils 10-16 Uhr
Anmeldung unter info@ medico.de oder 069/94438-0. Eine Begleitung von Gruppen durch medico-MitarbeiterInnen ist möglich.

Eröffnung: Freitag, 1.6.2018, 18 Uhr


Yallah?! Über die Balkanroute

Was vom „langen Sommer der Migration“ bleibt
 

Im Herbst 2018 ist es drei Jahre her, dass sich mehr als tausend Flüchtlinge vom Budapester Fernbahnhof Keleti zu Fuß in Richtung österreichischer Grenze aufmachten. Nach und nach rücken der Sommer 2015, der „March of Hope“ von Budapest nach Österreich und die „Willkommen!“ rufenden Menschen an deutschen Bahnhöfen immer weiter in die Ferne. Stattdessen dominieren Diskussionen über Grenzsicherung und Terrorgefahr die öffentliche Wahrnehmung.

Dagegen soll mit dieser Ausstellung der „lange Sommer der Migration“ 2015 und die Öffnung eines Korridors durch Süd-Osteuropa als wichtiges politisches und historisches Ereignis festgehalten werden. Die Ausstellung rückt die Flüchtlinge in den Vordergrund und zeigt mit zahlreichen Audio- und Videoaufnahmen und Kunstwerken ihre Sichtweisen auf Migration und Europa.

Ausstellung nach Anmeldung zugänglich 30.8.-26.9.2018, werktags von 10-16 Uhr
Anmeldung unter info@ medico.de oder 069/94438-0. Eine Begleitung von Gruppen durch medico-MitarbeiterInnen ist möglich.

Eröffnung: Mittwoch, 29.8.2018, 18 Uhr


50 Jahre medico

„Die Welt ist groß, und Rettung lauert überall!“
Ilija Trojanow

1968 – 2018: 50 Jahre Hilfe und Emanzipation

Krankheit macht arm, Armut macht krank! So lässt sich der Teufelskreis beschreiben, dem die Menschen in den arm gehaltenen Regionen der Welt ausgeliefert sind. Als Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, Medizinstudierende, Ärztinnen und Ärzte international 1968 gründeten, wollten sie ihren Beitrag dazu leisten, diesen unerträglichen Zustand zu beenden.

Seit 50 Jahren unterstützt medico international in Asien, Afrika und Lateinamerika Menschenrechtsaktivisten, Selbsthilfegruppen und Gesundheitsinitiativen, die auf menschenwürdige Lebensverhältnisse drängen und dabei ein Höchstmaß an Gesundheit anstreben. Wohlwissend, dass die Welt nicht an zu wenig Hilfe leidet, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe notwendig machen, verfolgt medico das Ziel, Hilfe zugleich zu verteidigen, zu kritisieren und zu überwinden. Und das durchaus mit Erfolg, wie die „Internationale Kampagne zum Verbot von Landminen“ zeigt, die von medico international 1991 initiiert und 1997 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Mit einer Reihe von Veranstaltungen will medico im Jubiläumsjahr der Frage nachspüren, was Emanzipation unter den Bedingungen einer vorangeschrittenen wirtschaftlichen Globalisierung und wachsender sozialer Ungleichheit bedeutet.

In Kooperation mit Frankfurter Institutionen laden wir ein zu Vorträgen, Workshops Podiumsdiskussionen, Lesungen und Ausstellungen, die sich mit Themen wie Weltoffenheit und städtische Entwicklung, mit Erinnerungskultur und der Bearbeitung von Traumata, mit Friedenspolitik und der Idee einer globalen Bürgerversicherung beschäftigen. Das neue „medico-Haus“ im Frankfurter Osthafenviertel, dessen Einweihung mit dem Jubiläum zusammenfällt, will sich als Ort präsentieren, der zeigt, dass es in Frankfurt, der Stadt des Geldes, einen lebendigen Gegenpol zum monetären Blick auf die Welt gibt.
 


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