Pressemitteilung, 26.11.2018

Lage der Migranten an der Grenze Mexiko-USA

Moritz Krawinkel, Lateinamerikareferent von medico international kommentiert die Situation an der Grenze zwischen den USA und Mexiko. Er hatte die Karawane jüngst selbst vor Ort begleitet

„Ich habe die Menschen in der Karawane gesehen. Es sind die Ärmsten und von Gewalt bedrohte Menschen, die versuchen zu überleben. Es gibt kein freiwilliges Zurück dorthin.“

„Solange das Recht der Menschen auf ein menschenwürdiges Leben in ihren Ländern nicht gewährleistet ist, solange werden sie ihr Recht in Anspruch nehmen, dorthin zu gehen, wo sie sich ein Überleben erhoffen.“ 

„Mit Tränengas geht der US-Grenzschutz gegen die Migranten in Tijuana vor. Es fällt schwer zu glauben, dass ein paar tausend Menschen aus den ärmsten Regionen der Welt, die ein besseres Leben suchen, eine Bedrohung für die USA darstellen sollen.“

Unter den Verletzten ist auch Ruben Figueroa von der medico-Partnerorganisation Movimiento Migrante Mesoamericano, der am Kopf getroffen wurde. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Figueroa ist in Tijuana, um die Situation der Menschen aus der „Caravana Migrante“ zu dokumentieren. Die medico-Partner fordern von der mexikanischen Regierung endlich auf die humanitäre Krise an der Grenze zu reagieren.

In Tijuana haben gestern Hunderte Migrant_innen aus Zentralmerika versucht, die US-Grenze zu erreichen. Mexikanische Polizei schlug sie zurück, aus den USA wurden sie mit Tränengas und Gummigeschossen abgewehrt.

Die Reportage von Moritz Krawinkel aus Mexiko von der Karawane der Migrant_innen aus Mittelamerika finden Sie auf: https://www.medico.de/karawane-exodus-17242/

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