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der Traum vom Frieden in Syrien währte nur kurz: Nach den Massakern in Latakia und Suwaida haben Truppen der Übergangsregierung nun kurdisch geprägte Stadtteile in Aleppo angegriffen. Die Stadt könnte Vorbild eines multiethnischen und multireligiösen Gemeinwesens in Syrien sein, doch jetzt sind Zehntausende Menschen auf der Flucht und Rojava, die Selbstverwaltung Nordostsyriens ist existentiell bedroht. Druck von außen gibt es nicht – die westlichen Regierungen stellen “Stabilität” über eine demokratische Entwicklung und echten Frieden in Syrien.
Gegen die Spaltung leisten arabische und kurdische medico-Partnerorganisationen Nothilfe für die Vertriebenen. Sie halten an der Idee eines anderen Syriens fest. Dabei geraten die Helfer:innen auch selbst ins Visier: Drei Kollegen des Kurdischen Roten Halbmonds wurden von den sogenannten Sicherheitskräften entführt, zwei von ihnen sind bis heute verschwunden.
Im Iran eskaliert die Lage derweil immer mehr: Das Regime kennt keine andere Antwort auf die breite Protestbewegung, die seine Macht herausfordert, als brutale Repression: Tausende Menschen wurden bereits getötet, in Schnellverfahren drohen erneut Todesurteile. Das korrupte, repressive und dysfunktionale Regime ist so schwach wie nie, ein demokratischer Neuanfang ist unabdingbar – und er muss von den Iraner:innen selbst kommen. Auch hier sind medico-Partner:innen aktiv: Im Geheimen versorgen Aktivist:innen mit medico-Hilfe Verletzte und unterstützen Angehörige von Verhafteten und Getöteten.
Mit einer Spende unter den Stichwörtern “Rojava” und “Menschenrechte” können Sie die Arbeit unserer Partnerorganisationen vor Ort unterstützen.
Vielen Dank und beste Grüße Moritz Krawinkel (Leitung Öffentlichkeitsarbeit)
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