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ebenso bestürzend wie der Wahlausgang in Sachsen-Anhalt sind auch viele Analysen: Wenn die etablierten Parteien nur rigider gegen Migration vorgegangen wären, wenn sie bei Gleichstellung und Inklusion nicht so „übertrieben“ hätten, dann wäre ein derartiger Aufstieg der AfD zu verhindern gewesen, heißt es in den Talkshows.
Der eigene Anteil der Kommentator:innen – die Normalisierung der AfD-Positionen – wird ebenso ausgespart wie die Traurigkeit einer Gesellschaft, die zwar Gleichheit und Freiheit verspricht, die aber immer mehr Ungleichheit produziert. Mit den neuesten Sozialkürzungen schwinden die Zukunftsaussichten vieler Menschen weiter. Was hat die Politik ihnen noch anzubieten?
Anstatt den schlechten Status quo gegen rechts zu verteidigen, protestieren wir gegen Kürzungen, Aufrüstung und Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Indem wir den politischen Horizont wieder öffnen, können wir versuchen, die gesellschaftlichen Bedingungen zu verändern, die Autoritarismus und Faschismus hervorbringen.
Noch ist es nicht zu spät.
Mit den besten Grüßen
Karin Zennig, Referentin für Klimagerechtigkeit
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