Der Bundestag debattiert über die Anerkennung deutscher Kolonialverbrechen.
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Chance auf Gerechtigkeit

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das deutsche Kaiserreich verübte vor über hundert Jahren barbarische Verbrechen in der damaligen Kolonie Südwestafrika. Sie gingen als der erste Genozid des 20. Jahrhunderts in das Weltgedächtnis ein. Noch immer warten Nachfahr:innen der Ovaherero und Nama auf Gerechtigkeit – das derzeit ausgehandelte Versöhnungsabkommen zwischen der deutschen und namibischen Regierung wird ihren Forderungen nicht gerecht.

Vertreter:innen unserer Partnerorganisationen Nama Traditional Leaders Association und Ovaherero Genocide Foundation befinden sich aktuell in Deutschland, um auf ihre Geschichte aufmerksam zu machen. In unserer Begleitung werden sie auch an der Plenardebatte des Deutschen Bundestages beiwohnen, bei der über die Anerkennung der Verbrechen abgestimmt wird. Dieser Schritt wäre für die Glaubwürdigkeit Deutschlands in der Welt unermesslich.

Mit antikolonialen Grüßen,
Julia Manek, Referentin für Namibia

PS: Mit einer Spenden können Sie die Arbeit unserer namibischen Partnerorganisationen unterstützen.

 

Aktuelle Beiträge

Erinnerungsweltmeister ohne Glaubwürdigkeit

Menschenkette gegen koloniale Abhängigkeiten auf Shark Island.

Am Mittwoch wird im Bundestag über einen Antrag auf vollumfängliche Anerkennung des Genozids an Ovaherero und Nama abgestimmt. Von Henning Melber und Julia Manek

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medico in den Medien


Der Krieg in der Ukraine endet nicht an ihren Landesgrenzen. medico-Geschäftsführer Tsafrir Cohen warnt in der taz vor einem Einknicken der öffentlichen Debatte vor der Kriegslogik, die sich auch hier immer vehementer einnistet.

Drei Jahre ist der Überfall bewaffneter palästinensischer Gruppen auf Israel und der Beginn des israelischen Krieges gegen Gaza her. Riad Othman, medico-Referent für Westasien, im hr2-Interview (ab Minute 30:40) über das Leben in Gaza heute.

Die tagesschau berichtet über den Umgang der WHO mit Gesundheitskrisen wie dem aktuellen Ebola-Ausbruch in Zentralafrika. medico-Gesundheitsreferent Andreas Wulf verweist (ab Minute 7:29) auf die starken Kürzungen, denen die WHO ausgesetzt ist.

 

Veranstaltungen

Conscientious Objection is a Human Right!

Online | 14.10.2026 

Live Event from the European Parliament in Brussels
This initiative will explore conscientious objection as a fundamental human right and a form of resistance to war and militarisation.

→ Programme and Registration

The Ovaherero and Nama Genocide

Nürnberg | 15.10.2026 

Transformation, Recovery and Justice
Vortrag und Diskussion zu gemeinsamen Perspektiven sowie Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen therapeutischer Praxis in Deutschland und in Namibia.

→ Weitere Informationen

Mehr als abstrakte Hoffnung

Berlin | 15.10.2026 

Gegen Gewalt und organisierte Verwahrlosung: Wie eine Klinik in Chiapas kollektive Fürsorge denkbar macht.

→ Weitere Informationen

Völkerrecht am Ende?

Frankfurt | 23.10.2026 

Vortrag und Worshops zu Afrikanischen Strategien und Ressourcen für eine Zukunft jenseits des Imperialismus

→ Weitere Informationen

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