BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:https://www.medico.de/ BEGIN:VEVENT DTSTAMP:20260519T182059Z UID:event080620266a0caa0b63da28.10543170 DTSTART:20260608T121500Z DTEND:20260608T215959Z LOCATION:Goldbekhaus, Moorfuhrtweg 9, 22301 Hamburg SUMMARY:BAfF Jahrestagung: Mut zur Menschlichkeit DESCRIPTION:Die diesjährige Tagung des Bundesverbands Psychosozialer Zentren e.V. Mut zur Menschlichkeit&\;nbsp\;vom 8. – 10. Juni 2026 in Hamburg widmet sich den zentralen Herausforderungen psychosozialer Arbeit im Kontext von Flucht und Trauma – und zugleich den darin liegenden Möglichkeiten. Unter dem Leitmotiv Mut zur Menschlichkeit richtet sie den Blick nicht nur auf Belastungen\, sondern auch auf die Kraft von Beziehung\, Würde und gemeinsamer Verantwortung. Im Zentrum steht die Frage\, wie eine menschenrechtsbasierte und beziehungsorientierte Praxis auch unter gegenwärtigen politischen\, rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen aktiv gestärkt und weitergedacht werden kann – als Beitrag zu einer Gesellschaft\, die Verletzlichkeit anerkennt und Vielfalt als Ressource versteht.\nPsychosoziale Versorgung bewegt sich heute in einem Spannungsfeld\, das von Sicherheitsdiskursen und restriktiven Migrationsregimen geprägt ist. Gleichzeitig zeigt sich gerade in diesem Kontext\, wie bedeutsam Räume von Sicherheit\, Anerkennung und Beziehung sind. Diese Entwicklungen stellen nicht nur für die Betroffenen eine zusätzliche Belastung dar\, sondern verändern auch die Arbeitsrealität von Fachkräften und Institutionen.&\;nbsp\;\nDie Jahrestagung richtet sich an alle\, die psychosoziale Versorgung als fachliche\, ethische und gesellschaftliche Aufgabe verstehen\, die sich gegenseitig stärken möchten – und die sich dafür einsetzen\, dass Menschlichkeit und Vertrauen leitend bleiben\, gerade dort\, wo sie unter Druck geraten.\nDer Vortrag von Valeria Hänsel von medico international „Zwischen Hilfe und Kontrolle: Wie europäische Migrationspolitik psychosoziale Räume formt“ legt dar wie Humanitarismus und Versicherheitlichung in der europäischen Migrationspolitik zunehmend ineinanderfließen. Das Primat der humanitären Ausnahme hat es ermöglicht\, die Grundrechtsstandards für Geflüchtete\, die nicht als vulnerabel eingestuft werden\, massiv abzusenken\, was langfristig auch zur Entrechtung sogenannter vulnerabler Gruppen führt. Dies stellt der Vortrag anhand der jüngsten Entwicklungen im Europäischen Grenzregime und der Einführung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) dar. Die Referentin zeigt\, wie an Europas Grenzen Sonderrechtszonen geschaffen wurden\, in denen Menschen durch verfahrensrechtliche Schwebezustände vulnerabel gemacht und durch illegale Gewaltpraktiken wie Pushbacks traumatisiert werden. Dementgegen muss psychosoziale Arbeit dort wie hier immer mit einem politischen Anspruch verknüpft sein\, der die herrschende Politik in Frage stellt. Dazu wird der Blick auf transnationale Solidaritätsarbeit und psychosoziale Arbeit mit Geflüchteten geworfen – als eine Gegenstrategie in einer Welt\, die systematisch krank macht.&\;nbsp\; &\;nbsp\;\nDas gesamte Programm der Tagung und Informationen zu Anmeldung und Teilnahmegebühren finden Sie hier.\nVeranstaltet von: Bundesverband Psychosozialer Zentren. Versorgung nach Folter\, Krieg und Flucht e.V. END:VEVENT END:VCALENDAR