BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:https://www.medico.de/ BEGIN:VEVENT DTSTAMP:20260609T012511Z UID:event120720266a276b77bd0e27.75241320 DTSTART:20260712T160000Z DTEND:20260712T180000Z LOCATION:aquarium, Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin SUMMARY:Umkämpfte Selbstbestimmung DESCRIPTION:Mit Favia Lucero\, Susanne Schultz und Andrea Dip.Feministische Bewegungen blicken auf wichtige Errungenschaften zurück: Argentinien verabschiedete 2020 eines der progressivsten Abtreibungsgesetze weltweit. Ein Jahr später erklärte der Oberste Gerichtshof Mexikos die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen für verfassungswidrig. Und 2022 wurde in Deutschland das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche (§219a) gestrichen.\nDoch Angriffe auf reproduktive Rechte bleiben ein zentrales Kampffeld rechter Kräfte. Hier wird die antifeministische Dimension autoritärer Verschiebungen besonders deutlich. „Anti-choice“ bringt autoritäre Strömungen von besorgten Bürger:innen bis zu rechtsradikalen Akteur:innen zusammen – und das transnational: Gut vernetzte Organisationen koordinieren Lobbying\, Desinformation und juristische Strategien über Grenzen hinweg – von US-amerikanischen Evangelikalen bis zu europäischen Rechtspopulisten.Mitten in diesem Widerspruch arbeitet das mexikanische Kollektiv Aborteras del Norte. In der Grenzstadt Ciudad Juárez hilft die medico-Partnerorganisation Schwangeren\, die über einen Abbruch nachdenken oder sich bereits entschieden haben\, mit Medikamenten\, Informationen und Begleitung. Sie unterstützen Migrant:innen und die lokale Bevölkerung dabei\, selbstbestimmt über den eigenen Körper zu entscheiden. Vermehrt erhalten sie auch Anfragen von Menschen aus dem benachbarten Texas\, wo Abtreibungen seit dem Ende von Roe v. Wade kaum noch legal möglich sind. Mit ihrer Arbeit fordern sie genau das heraus\, wofür die antifeministische\, anti-migrantische Rechte in den USA steht.Ausgehend von dieser Praxis fragen wir: Wo stehen die Kämpfe um reproduktive Gerechtigkeit heute? Wie agieren transnationale Anti-Choice-Netzwerke und wo liegen ihre neuralgischen Knotenpunkte? Und: Wie kann eine solidarische Praxis im Ringen um reproduktive Rechte aussehen?&\;nbsp\;\nMit:Favia Lucero ist Fotojournalistin aus Mexiko und Teil des feministischen Kollektivs Aborteras del Norte.Susanne Schultz ist Mitglied des Netzwerk reproduktive Gerechtigkeit Berlin\, Beirätin des Gen-ethischen Netzwerks und Mitherausgeberin der Reihe Kitchen Politics – Queerfeministische Interventionen. Sie arbeitet seit vielen Jahren zu antinatalistischen\, selektiven und ausbeuterischen Reproduktionspolitiken.Andrea Dip kommt aus Brasilien und arbeitet als Journalistin in Berlin. Sie ist Teil von ReGa\, einem unabhängigen Recherchenetzwerk zur globalen Rechten. Sie arbeitet investigativ zu antifeministischen und fundamentalistischen Netzwerken in Lateinamerika und deren Verflechtungen nach Europa.Moderation: Jana Flörchinger\, medico international. Sie ist Referentin für Zentralamerika und Mexiko und arbeitet zu autoritären Verschiebungen und feministischen Gegenstrategien.\nDie Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt mit Simultanverdolmetschung.\nEine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos.\nVeranstaltet von: medico international in Kooperation mit ReGa – Research against global Authoritarianism (rega-net.org/en) und dem politischen Austauschprogramm Jualín. END:VEVENT END:VCALENDAR