BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:https://www.medico.de/ BEGIN:VEVENT DTSTAMP:20260610T174237Z UID:event200620266a29a20d09c8c5.47411672 DTSTART:20260620T170000Z DTEND:20260620T215959Z LOCATION:unten im medico-Haus, Lindleystraße 15, 60314 Frankfurt SUMMARY:Clínica para todxs DESCRIPTION:Gesundheit ist ein Menschenrecht – das vielen verwehrt bleibt. Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas werden indigene Gemeinden systematisch von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen. Auch deshalb rebelliert dort seit 1994 die zapatistische Autonomiebewegung. Sie kämpfen für Freiheit\, Gerechtigkeit und ein gutes Leben in Würde.\nEin Beispiel dafür\, was dieser Kampf bedeutet\, wird aktuell im mexikanischen Hochland sichtbar: Die selbstverwalteten zapatistischen Gemeinden haben mitten im Regenwald mit dem Bau einer eigenen Klinik begonnen: Gynäkologie\, Labor\, zahnärztliche Versorgung – offen für alle. Mit Unterstützung solidarischer Initiativen\, auch von medico international\, verteidigen sie das Recht auf Gesundheit dort\, wo der Staat versagt.\nWährend angesichts der Lage der Welt vielerorts Ohnmacht und Lähmung um sich greifen\, zeigt die zapatistische Autonomiebewegung\, dass Widerstand konkret und mehr als eine abstrakte Hoffnung sein kann. Dem wollen wir an diesem Abend zusammen mit unseren Gästen nachgehen:\nDaniel Loick ist Philosoph und plädiert für ein genaues Hinschauen auf das widerständige Potential geteilter Alltagspraktiken\, die zu überlebensnotwendigen Infrastrukturen werden. In dieser Annäherung um Fragen der Handlungsfähigkeit liest er die zapatistische Praxis als politisches Modell.\nDie Autorin und Trainerin Anne Haas lebte viele Jahre in Chiapas und arbeitete als Fachkraft für zivile Konflikttransformation bei der medico-Partnerorganisation Frayba. Sie gibt Einblicke in die Systematik entfesselter Gewalt gegen indigene Gemeinden in Chiapas.\nFelicitas Treue ist bei Frankfurt International\, Teil des Netzwerks Europa Zapatista. Sie besucht regelmäßig die zapatistischen Gemeinden im chiapanekischen Hochland und berichtet von den Eindrücken vor Ort – und von dem selbstverwalteten Gesundheitssystem\, das seit 1994 die Menschen vor Ort versorgt.\nDurch den Abend führen die medico-Referent:innen für Lateinamerika Timo Dorsch\, Moritz Krawinkel und Jana Flörchinger.\nEine Anmeldung ist nicht erforderlich und die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns&\;nbsp\;aber&\;nbsp\;über&\;nbsp\;Spenden&\;nbsp\;zur Unterstützung unserer Veranstaltungsangebote.\nVor und nach der Veranstaltung ist die Theke des Pastel für Getränke geöffnet. END:VEVENT END:VCALENDAR