21.02.2023 | Frankfurt

Dieser Krieg endet nicht in der Ukraine

Buchvorstellung und Diskussion mit Raúl Sánchez Cedillo und Volodymyr Ishchenko

Wie können die Konturen einer emanzipatorischen Politik in Zeiten der Herausbildung eines weltweiten Kriegsregimes aussehen? In seinem Buch Dieser Krieg endet nicht in der Ukraine stellt Raúl Sánchez Cedillo die Schaffung neuer Institutionen in den Mittelpunkt seiner politischen Perspektive. Gegen Krieg und Militarisierung plädiert er für ein sozialökologisches Gemeinsames, für eine demokratische Macht von unten und einen konstituierenden Frieden in einem transformierten Europa. Darüber sprechen wir mit Raúl Sánchez Cedillo und Volodymyr Ishchenko. Englisch mit deutscher Verdolmetschung.

Moderation: Katja Maurer, medico international

Raúl Sánchez Cedillo ist Philosoph und hat sich seit Ende der 1990er-Jahre als politischer Aktivist in Spanien für eine Neugründung Europas durch einen konstituierenden Prozess eingesetzt. Über die Fundación de los Comunes und die Universidad Nómada hat er seit der Zeit des Euromaidan 2014, dem Aufstand gegen die Janukowitsch-Regierung, engen Kontakt zu unabhängigen künstlerischen und politischen Initiativen in der Ukraine. Sein Buch Dieser Krieg endet nicht in der Ukraine erscheint Mitte Februar auf Deutsch im Verlag transversal texts.

Volodymyr Ishchenko ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slawistik der Technischen Universität Dresden. Seine Forschungsschwerpunkte sind Proteste und soziale Bewegungen, Revolutionen, Nationalismus und Zivilgesellschaft. Er hat eine Reihe von Beiträgen über die ukrainische Politik, den Maidan-Aufstand und den darauf folgenden Krieg 2013/14 für verschiedene Publikationen wie The Guardian, New Left Review und Jacobin verfasst.