17.09.2020 | Offenbach

Lieferkettengesetz jetzt!

Gerade die Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig und dringlich eine verbindliche, menschen- und naturgerechte Regulierung von Lieferketten ist.

Schon am Beginn der heutigen, globalen Produktions- und Lieferketten – auch der unserer alltäglichen Versorgung- und Konsumgüter – stehen sehr oft schwerste Menschenrechtsverletzungen. Das sind keine Einzelfälle oder Ausrutscher, sondern integrale Bestandteile dieser globalen Wertschöpfungsketten. Erhebungen zur Einhaltung von sozialen und ökologischen Mindeststandards bei deutschen Unternehmen hatten nur sehr wenig Resonanz. Das zeigt, dass der Umsetzung dieser Ziele mit Freiwilligkeit nicht beizukommen ist.

Die Bundesregierung legte im Frühjahr ein (auch völkerrechtlich) längst überfälliges „Lieferkettengesetz“ vor, das deutsche Unternehmen zur Verantwortung für die Einhaltung solcher Mindeststandards auch bei ihren ausländischen Zulieferern verpflichten sollte. Dann kam Covid-19 – und das Gesetz wurde beiseitegelegt: man könne den Unternehmen jetzt „keine weiteren Lasten aufbürden“. Gerade die gegenwärtige Pandemie zeigt aber doch – und das an verschiedensten Punkten – wie wichtig und dringlich eine verbindliche, menschen- und naturgerechte Regulierung von Lieferketten ist.

Podiumsteilnehmer*innen
Ute Fritzel – Initiative Lieferkettengesetz Hessen
Anne Jung – medico international
Günter Burkart – NaturFreunde und attac OF

Moderation: Rosa Schwenger, ver.di Ffm

Veranstalter*innen
attac – Region Offenbach
NaturFreunde – Ortsgruppe Offenbach
ver.di – Frankfurt und Region