17.09.2020 | Online

Alles wird gut!

Harald Welzer im Gespräch mit Katja Maurer und dem Publizisten Stephan Hebel.

Das Drängen auf Rückkehr zur Normalität ist in Krisenzeiten höchst verständlich. Aber um welche Normalität geht es? Jene, die in die Krise geführt hat, oder die, die aus ihr herausführen kann?  Bleibt die sozial-ökologische Verwüstung der Welt das Normale? Oder die zunehmende Verwirklichung der Menschenrechte, das Projekt der Moderne? Trotz Trump, Klimawandel und Corona gehen bekanntlich nicht alle Entwicklungen in die falsche Richtung. Daran anzuknüpfen und nach den Faktoren zu suchen, warum vieles im Laufe der letzten Jahrzehnte besser wurde und was man folglich noch besser machen kann, ist die eine Aufgabe.

Die andere, längst überfällige Aufgabe ist, das gesellschaftliche Naturverhältnis so zu modernisieren, dass Lebenssicherheit nicht mehr nur um den Preis von Naturzerstörung zu haben ist. Exakt dies, die Entwicklung einer neuen, naturbefriedeten Wirtschaft hat die Moderne noch vor sich, und wer sagt, dass das nicht möglich wäre?

Eine Veranstaltung im Rahmen des Utopischen Raums der stiftung medico international.

Veranstaltet von stiftung medico international, Institut für Sozialforschung und Frankfurter Rundschau