23.04.2020 | Online

Selbstoptimierung – die Zukunft einer Illusion

+++ findet online statt +++ Der utopische Raum: Vortrag und Gespräch mit Professorin Vera King, Goethe-Universität Frankfurt, Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts & Hartmut Rosa, Professur für Allgemeine Soziologie, Schiller-Universität Jena

Das Bemühen um Optimierung gehört zu den grundlegenden Prinzipien gegenwärtiger westlicher Gesellschaften. Der strukturelle Zwang, die ökonomischen und administrativen Abläufe beständig zu perfektionieren und in ihrer Effizienz zu steigern, bleibt jedoch nicht ohne Konsequenzen für die individuelle Lebensführung. Um mit den beschleunigten gesellschaftlichen Prozessen mithalten zu können, bemühen sich Menschen um permanente Selbstoptimierung – und müssen zwangsläufig auch immer wieder scheitern. Wie aber sieht gelingendes Leben aus, das nicht auf das bloße Verfügbarmachen von Ressourcen und auf Optimierung setzt, sondern auf Sorge, Resonanz und die Anerkennung von Begrenztheit?

Vera King, Benigna Gerisch und Hartmut Rosa (2019). Lost in Perfection. Folgen von Optimierung für Kultur und Psyche. Routledge London.

ANMELDUNG:

Die Veranstaltung könnt ihr online mitverfolgen. Dafür nutzt bitte folgenden Link:
https://event.webinarjam.com/channel/UR_230420_Teilnahme

Ihr werdet auf der Seite darum gebeten, euren Vor- und Nachnamen und eine Mailadresse einzugeben, um sich zu registrieren. Daraufhin erscheint eine Seite mit dem Webinar-Link, über den ihr zur Veranstaltung gelangt, sobald sie beginnt.

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet, so dass diejenigen, die es zeitlich nicht schaffen, teilzunehmen, im Nachgang die Möglichkeit haben, die Aufzeichnung in Ruhe anzuschauen.

Die Veranstaltungsreihe „Der utopische Raum“ der stiftung medico international spürt auf monatlichen Abendveranstaltungen Ideen nach, die mit Blick auf den erreichten Globalisierungsgrad notwendig auch global gedacht und entfaltet werden müssen. Es geht auch anders! – Der utopische Raum im globalen Frankfurt. Inspirationen für emanzipatorisches Denken und Handeln.

Kooperationspartner: Institut für Sozialforschung und Frankfurter Rundschau