05.03.2020  Frankfurt

Demokratie - jetzt!

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Der utopische Raum: Vortrag und Gespräch mit Stephan Lessenich, Professor für Soziologie, Universität München

Die Sorge um die Demokratie ist allgegenwärtig. Doch eigentlich sind wir nie demokratisch gewesen - wenn man unter Demokratie eine gesellschaftliche Lebensform versteht, in der für alle Bürger und Bürgerinnen die gleiche Teilhabe an der politischen Gestaltung ihrer eigenen Lebensbedingungen gewährleistet ist. Zu einer solchen Demokratie führt nur ein Weg, nämlich jener solidarischen Handelns. Gemeint ist damit eine Praxis der Überbrückung von Differenz: Solidarität wird praktisch in der Überwindung der in der Marktgesellschaft herrschenden Statuskonkurrenzen, im Aufbrechen der Exklusionsstrukturen der Staatsbürgergesellschaft – und in der Abkehr von jenem ruinösen Verhältnis, in das sich die industriekapitalistische Gesellschaft zu ihrer natürlichen Umwelt gesetzt hat.

Stephan Lessenich: Grenzen der Demokratie. Teilhabe als Verteilungsproblem, Stuttgart, Reclam Verlag, 2019.

 

Die Veranstaltungsreihe „Der utopische Raum“ der stiftung medico international spürt auf monatlichen Abendveranstaltungen Ideen nach, die mit Blick auf den erreichten Globalisierungsgrad notwendig auch global gedacht und entfaltet werden müssen. Es geht auch anders! – Der utopische Raum im globalen Frankfurt. Inspirationen für emanzipatorisches Denken und Handeln.

Kooperationspartner: Institut für Sozialforschung und Frankfurter Rundschau

05.03.2020 Frankfurt
19:00 Uhr
Osthafenforum im medico-Haus
(ggü. Nr. 11)
Lindleystraße 15
60314 Frankfurt

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