19.02.2020 | Frankfurt

Making Crises Political - Opening

Die Plakate der Ausstellung »Making Crises Political«, die in engem Austausch mit medico entstanden, aktualisieren in ihrer Interpretation den Anspruch der Menschenrechte für unsere Zeit und hinterfragen ihrerseits deren Grenzen.

Jeder Mensch hat, einfach weil er ein Mensch ist, unveräußerliche Rechte. Dies ist die Kernidee der Menschenrechte. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948 enthält 30 Artikel, der erste lautet: »Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. « Meist werden die Menschenrechte als Ideal verstanden, das politischem einen Horizont der Verwirklichung vorgeben und zugleich Grenzen setzen soll. Allerdings stoßen die Menschenrechte selbst immer wieder an ihre Grenzen, die ihnen von der Politik, aber auch von der Ökonomie gesetzt werden. Warum werden sie täglich verletzt? Warum gibt es Sweatshops und wieso lässt sich Wasser privatisieren? Wer bestimmt, wie die Menschenrechte auszulegen sind? Und was ist überhaupt ›der Mensch‹? In diesen Fragen zeigt sich, dass die Menschenrechte noch immer umstritten sind, der Kampf um ihre Ausdeutung und Verwirklichung noch lange nicht beendet ist. An ihren umkämpften Fronten scheint ein revolutionäres Verständnis der Menschrechte: das der Möglichkeit wie der Notwendigkeit einer grundsätzlichen Transformation jeder politischen Ordnung. Die politischen Plakate der Ausstellung »Making Crises Political«, die in engem Austausch mit medico entstanden, aktualisieren in ihrer Interpretation den Anspruch der Menschenrechte für unsere Zeit und hinterfragen ihrerseits deren Grenzen.

Thomas Seibert, Menschenrechtsreferent von medico international, wird die Ausstellung mit einem Vortrag zu den aufgeworfenen Fragen eröffnen.

Die Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht erforderlich.

Ausstellung zu besichtigen vom 20.02. bis 01.03.2020.

Die Ausstellung entstand im Rahmen des Projekts des Leibniz-Forschungsverbundes »Krisen einer globalisierten Welt«, und in Kooperation medicos mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.