06.06.2019  Bochum

Wird Solidarität gewinnen?

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Im Gespräch: Mely Kiyak, Schriftstellerin und politische Kolumnistin und Ramona Lenz, Referentin für Flucht & Migration bei medico international.

Europa schottet sich weiter ab, Seenotrettung wird kriminalisiert, es wird ernsthaft über die Legitimität diskutiert, Menschen im Mittelmeer sterben zu lassen: Erleben wir gerade das Ende der Solidarität in Europa? Auch die zunehmende Normalisierung rechter Einstellungen und Angriffe sowie die Wahlerfolge rechter Parteien lassen das befürchten.
Gleichzeitig jedoch erleben wir wachsende solidarische Gegenbewegungen und eine weite Verbreitung praktischer Ansätze von Weltoffenheit (z.B. in den Solidarity Cities). Der radikalen Entsolidarisierung stehen unzählige Praktiken radikaler Solidarität gegenüber. Wie können wir hier anknüpfen, um das kämpferische „Solidarity will win!" zur realistischen Option werden zu lassen? Wie muss Solidarität als politisches Konzept ausbuchstabiert werden? Und was heißt es überhaupt solidarisch Haltung zu zeigen?
Über diese und weitere Fragen werden Ramona Lenz und Mely Kiyak miteinander und mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Mely Kiyak ist Schriftstellerin und politische Kolumnistin; auf Zeit Online erscheint ihre Kolumne „Kiyaks Deutschstunde"; seit 2013 ist sie Theaterkolumnistin am Gorki Theater Berlin. Ramona Lenz ist promovierte Kulturanthropologin und Referentin für Flucht & Migration bei medico international.

In der Reihe „Orte der Solidarität“, veranstaltet von Bahnhof Langendreer & Rosa Luxemburg Stiftung NRW /// Veranstaltung gefördert durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" / Bochum: "Farbe bekennen, Demokratie leben" /// In Kooperation mit medico international

06.06.2019 Bochum
19:00 Uhr
Bahnhof Langendreer
Wallbaumweg 108
44894 Bochum

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