17.09.2018  Frankfurt

Krieg ist ein Gesellschaftszustand

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Gesellschaftskritische Reflexionen auf die Welt, in der wir leben. Öffentliche Fachtagung

Krieg lässt sich im 21. Jahrhundert nicht mehr ausschließlich definieren als ein mit Waffen ausgetragener Konflikt zwischen Staaten oder Interessensgruppen. Terror, Gewalt, Machtinteressen und auch innergesellschaftliche Spannungen bestimmen längst das Miteinander unserer Zivilisation.

Mit der öffentlichen Fachtagung „Von (un)vernünftigen Zuständen: ‚Krieg ist ein Gesellschaftszustand‘“ lädt die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) ein zu gesellschaftskritischen Reflexionen auf die Welt, in der wir leben.

Die Referenten analysieren gesellschaftliche Grundstrukturen, normative Ordnungen, soziale Verhältnisse und Lebenslagen, in denen wir leben, handeln, denken, kommunizieren, widerständig sind.

Die einzelnen Vorträge dauern etwa 45 Minuten, an die sich jeweils eine halbstündige Diskussion anschließt. Durch den Tag führen Prof. Dr. Patrizia Tolle (Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt UAS) und Prof. Dr. Simone Danz (Evangelische Hochschule Ludwigsburg).

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung zur Tagung wird gebeten bis zum 12. September 2018 unter www.frankfurt-university.de/ft-krieg.

Termin: Von (un)vernünftigen Zuständen: „Krieg ist ein Gesellschaftszustand“. Gesellschaftskritische Reflexionen auf die Welt, in der wir leben - Öffentliche Fachtagung

Veranstaltungsort: Gebäude 1, Raum 401

Das Programm in Auszügen

9:00-9.30 Uhr

Grußworte
Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (Präsident der Frankfurt UAS)
Prof. Dr. Michaela Röber (Prodekanin Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit Frankfurt UAS)

9:30-10.45 Uhr

Frieden als Erfahrung und Utopie
Prof. Dr. Wolfgang Jantzen (em. Universität Bremen)

11:00-12:15 Uhr

Mit Sicherheit in den Abgrund. Über die Verschärfung struktureller Gewalt im Zuge gegenwärtiger Sicherheitspolitik
Thomas Gebauer (Geschäftsführer medico international)

13:15-14.30 Uhr

Gewalt ist immer eine Möglichkeit. Zur Sozialform der Kriegsgewalt
Prof. Dr. Harald Welzer (Direktor Stiftung FUTURZWEI)

15:00-16:15 Uhr

„Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“(Jesus von Nazaret) – Eine Lehre vom gerechten Krieg ohne blutige Spuren
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ (em. Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen)

16:15-17.30 Uhr

Die Utopie des Friedens in der Erfahrung des Krieges: das Afghan Youth Project
Prof. Dr. Dr. Phil Langer (International Psychoanalytic University Berlin)

Interdisziplinäre Summerschool 2018

Die Fachtagung „Von (un)vernünftigen Zuständen: ,Krieg ist ein Gesellschaftszustand‘. Gesellschaftskritische Reflexionen auf die Welt, in der wir leben“ ist eingebettet in die gleichnamige Interdisziplinäre Summerschool 2018, die der Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit vom 17. bis 21. September 2018 für die Studierenden der Frankfurt UAS, der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg und der PhilosophischTheologischen Hochschule Sankt Georgen veranstaltet.

In deren Rahmen bieten auch Referenten der Fachtagung Veranstaltungen an. So befasst sich der Sozialpsychologe Prof. Dr. Dr. Phil Langer unter dem Titel „Was heißt Gesundheit in Zeiten des Krieges?“ mit den Herausforderungen in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten im Nahen Osten. Der Ökonom, Jesuit und Sozialethiker Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach macht die Gerechtigkeitsfrage in der Gesellschaft zum Thema. Der Workshop von Prof. Dr. Simone Danz legt den Fokus auf den Zusammenhang von Angst, Abwehr und kollektiven Denkmustern.

Die Veranstaltung von Anne Jung (medico international Frankfurt) hinterfragt, ob Freihandelsabkommen Menschenrechte aushebeln. Die Summerschool ist ein Modul im Rahmen des Interdisziplinären Studiums Generale, das für Studierende eines Bachelorstudiengangs der Frankfurt UAS obligatorisch ist und fachübergreifendes Denken und Handeln schult.

Material

17.09.2018 Frankfurt
09:00 Uhr
Frankfurt University of Applied Sciences
Nibelungenplatz 1
60318 Frankfurt

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