23.11.2017  Berlin

Oliven und Asche

Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina. Lesung und ein Gespräch mit Eva Menasse und Assaf Gavron

Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina.

Begrüßung
Gisela Kayser (Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus)

Einführung
Riad Othman (Nahostreferent medico international e.V.)

Gespräch und Lesung
Dana Golan (Breaking the Silence), Eva Menasse (Schriftstellerin) und Assaf Gavron (Schriftsteller)

Moderation
Shelly Kupferberg (Journalistin)

Die israelische Besatzungspolitik:
International gefeierte Autorinnen und Autoren machen sich vor Ort ein Bild.

Die bei Kiepenheuer & Witsch erschienene Anthologie »Oliven und Asche« vereint Essays, Reportagen und Kurzgeschichten von 26 international gefeierten Autoren und bezeugt die Katastrophe, die die israelische Besatzungspolitik für das Westjordanland und Gaza bis heute bedeutet. Michael Chabon und Ayelet Waldman, zwei der wichtigsten amerikanischen Schriftsteller unserer Zeit, haben sich für »Oliven und Asche« mit der israelischen Organisation Breaking the Silence zusammengetan.

Breaking the Silence wurde von ehemaligen israelischen Soldaten gegründet, die in den besetzten Gebieten gedient und Ungerechtigkeit direkt erlebt haben. Während einer Reise nach Israel hatte die kanadisch-jüdische, in Jerusalem geborene Schriftstellerin Ayelet Waldman die besetzten palästinensischen Gebiete besucht, und war mit Breaking the Silence nach Hebron gefahren. Aus den damaligen Erfahrungen wurde das Buchprojekt geboren. Gegen das Gefühl der Ohnmacht schrieben beide Herausgeber zusammen mit 24 renommierten Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Eva Menasse, Mario Vargas Llosa, Colm Toibin, Dave Eggers und Geraldine Brooks an. Sie taten dies in der Überzeugung, „dass das Erzählen selbst – in einer lebhaften und klaren Sprache Zeugnis abzulegen über persönlich Gesehenes und Erlebtes – die Kraft hat, die Aufmerksamkeit von Menschen zu erregen, die, wie wir, schon lange aufgegeben haben, dem noch Aufmerksamkeit zu schenken, oder schlicht aufgegeben haben.“

Entstanden sind eindrucksvolle, lebendige Geschichten und Reportagen, die den Alltag in Palästina erschreckend klar vor Augen treten lassen. Der Leser reist z.B. mit Rachel Kushner in ein palästinensisches Flüchtlingscamp mitten in Jerusalem, lernt mit Taiye Selasi etwas über die verbotene Liebe zwischen Israelis und Palästinensern oder lässt sich von Helon Habila die verblüffende Genese der Israelischen Sperranlage erzählen.

„Oliven und Asche – Schriftstellerinnen und Schriftsteller berichten über die israelische Besatzung in Palästina“, Ayelet Waldman (Hrsg.), Michael Chabon (Hrsg.), erschienen im Verlag Kiepenheuer&Witsch, ISBN: 978-3-462-04978-7, € 28,00

Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V.
weitere Infos.

23.11.2017 Berlin
19:30 Uhr
Willy-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin

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